Wenigste Verkehrstote seit 1953

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Infolge der Kontaktbeschränkungen reduzierte sich auch der Straßenverkehr; mit positivem Effekt für die Unfallstatistik. (BS/pixel2013, pixabay.com)

330 Menschen kamen im letzten Jahr in Baden-Württemberg durch Verkehrsunfälle ums Leben. Seit der Einführung der amtlichen Unfallstatistik 1953 ist dies der niedrigste Wert jemals. Als ursächlich hierfür können unter anderem die Einschränkungen im Rahmen der Eindämmung der Corona-Pandemie gesehen werden, die zu einer geringeren Teilnahme am Straßenverkehr geführt hatten.

Im Vergleich zum Vorjahr konnte 2020 mit einer Gesamtanzahl von rund 270.000 polizeilich erfassten Verkehrsunfällen ein Rückgang der Unfallzahlen in Baden-Württemberg um 17,7 Prozent verzeichnet werden. Der rückläufige Trend der Unfallzahlen spiegelt sich auch in der Reduktion von Verletzten wider: Mit rund 40.000 verringerte sich die Anzahl von im Straßenverkehr verletzten Person um 15 Prozent im Vergleich zu 2019. In rund 90 Prozent der Verkehrsunfälle auf Baden-Württembergs Straßen entstanden nur Sachschäden.

Der Rückgang von Unfällen lässt sich dabei in fast allen Fahrzeugkategorien finden. So nahm die Zahl der Motorradunfälle sowie die Zahl der Unfälle mit LKW-Beteiligung ab. Infolgedessen kamen in den entsprechenden Unfallkategorien weniger Menschen ums Leben. Bei den registrierten Unfällen mit Beteiligung von Elektrokleinstfahrzeugen verunfallte sogar kein einziger Verkehrsteilnehmer tödlich. Ein Anstieg von Unfällen und Todesfällen zeigt sich jedoch bei Fahrradfahrern. Ein Drittel der tödlichen Zweiradunfälle fand ohne Einwirkung eines weiteren Verkehrsteilnehmers statt.

In vielen Fällen lassen sich die Autounfälle auf bestimmte Ursachen zurückführen. Geschwindigkeitsüberschreitungen, fehlende Verkehrstüchtigkeit, das Nichtanlegen des Sicherheitsgurtes oder die Ablenkung während der Fahrt, beispielsweise durch ein Smartphone, konnten als häufigste Unfallursachen ausgemacht werden. Um dem entgegenzuwirken, sollen Verkehrs- und Geschwindigkeitskontrollen verschärft und die Präventionsarbeit durch Verkehrsschulungen vorangetrieben werden. Denn trotz der positiven Entwicklung betont Innenminister Thomas Strobl (CDU) die “Vision Zero”: “Einen Straßenverkehr ohne Getötete und Schwerverletzte.”

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