Strukturwandel bei der Berliner Feuerwehr

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Die 20 Jahre alte Struktur der Berliner Feuerwehr soll durch das Projekt "Struktur 2020" erneuert und optimiert werden. (Foto: BS/moerschy, pixabay.com)

Nach mehrjähriger Vorarbeit hat die Berliner Feuerwehr begonnen, ihr Projekt “Struktur 2020” umzusetzen. Mit “Struktur 2020” soll die 20 Jahre alte Organisationsstruktur erneuert und optimiert werden.

“In einem Zeitraum von zwei Jahrzehnten ändert sich vieles: die Gesellschaft, die gesetzlichen Grundlagen und die Stadt. Auch die Berliner Feuerwehr hat sich deutlich weiterentwickelt. Vor allem der Stellenwert des Rettungsdienstes hat an Gewicht gewonnen. Das alles muss sich in der Organisationsstruktur wiederfinden“, erklärte Per Kleist, Projektleiter der Struktur 2020, zum Start. Die alten Abläufe und viele Aufgabenzuordnungen seien optimierungswürdig gewesen.

Bei der Planung der neuen Struktur hätte die Fokussierung auf den Einsatz als zentrale Kerndienstleistung im Mittelpunkt gestanden. Die Berliner Feuerwehr betont jedoch, dass der Wandel keine Auswirkungen auf den Einsatz, “das Kerngeschäft der Feuerwehr”, habe. Außerdem werde der Strukturwandel kaum Auswirkungen auf die internen Strukturen der Wache haben. Für die Feuerwachen ändere sich lediglich der regionale, organisatorische Überbau. Eine Feuerwache sei nicht mehr einer der drei Direktionen zugeordnet, sondern einem der sechs regionalen Bereiche.

Prozessorientierte Abteilungsstruktur angestrebt

Es sollen eine prozessorientierte Abteilungsstruktur etabliert und die Aufgaben im Leitungsstab sowie in den Abteilungen neugebündelt werden. Konkret sollen die Abteilungen Einsatzvorbereitung Brand- und Bevölkerungsschutz/Technische Gefahrenabwehr, Einsatzvorbereitung Rettungsdienst, Einsatzsteuerung und Einsatzbetrieb neu geschaffen werden. Die Abteilungen Zentraler Service und die Berliner Feuerwehr- und Rettungsdienst-Akademie (BFRA) werden als bestehende Abteilungen in die neue Struktur übernommen.

Aus drei mach eins

Die bisherigen drei Direktionen (Nord, Süd, West) gehen somit in die zentrale Abteilung Einsatzbetrieb über. In dieser wird es sieben Einsatzbereiche geben. Sechs dieser Bereiche sind für jeweils zwei Bezirke zuständig. Die Zuständigkeit des siebten Einsatzbereiches umfasst die stadtweiten Aufgaben der Organisationseinheit Rettungsdienst und des Technischen Dienstes. Die Umsetzung soll bis zur Jahresmitte 2021 erfolgen.

“Unsere neue Struktur wird uns intern besser aufstellen, damit die Prozesse im Hintergrund optimaler laufen. Für die Bürgerinnen und Bürger wird die Umstellung geräuschlos verlaufen”, stellte der Landesbranddirektor, Dr. Karsten Homrighausen, klar.

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