Meilenstein für die Digitalisierung der Schulen im Landkreis Börde

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Der Landkreis ist Mitglied der ARGE Breitband und setzt auf das kommunale Glasfasernetz, welches von der DNS:NET betrieben wird. Mit der Vertragsübergabe dokumentiert der Landkreis die Verbundenheit zur ARGE-Breitband und zum kommunalen Glasfasernetz. (Foto: ARGE Breitband)

Schule digital – unter diesem Motto unterzeichneten der Landkreis Börde und der technologische Partner und Netzbetreiber des Giganetzes, die DNS:NET Internet Service GmbH, 24 Verträge für Sekundar- und Förderschulen, berufsbildende Schulen und Gymnasien, Sport- und Mehrzweckhallen sowie andere öffentliche Einrichtungen in Trägerschaft des Landkreises Börde. Mit der Vereinbarung soll die Digitalisierung der Schulen und öffentlicher Einrichtungen maßgeblich vorangetrieben werden. Mit einem Kreistagsbeschluss hat sich der Landkreis Börde verpflichtet, seine Schulen an die kommunalen Giganetze der acht ARGE-Gemeinden anzuschließen. Am 20. Januar 2021 wurden die Verträge über die Bereitstellung der Internetdienstleistungen an den Netzbetreiber übergeben. Auf dieser Grundlage können mit dem fortschreitenden Ausbau des Gesamtnetzes und der flächendeckenden Aktivierung alle Landkreis-Schulen in den acht Gemeinden nacheinander ans Glasfasernetz gehen.

Insgesamt fünfzehn der Schulverträge garantieren den Schülern symmetrische Gigabit-Internetleitungen. Hinsichtlich der aktuellen Anforderungen an einen digitalen Schulbetrieb und an die Anforderungen beim Home-Schooling sind 1.000 Mbit/s Download und 1.000 Mbit/s Upload eine willkommene Unterstützung. Die ersten derartigen Glasfaseranschlüsse werden in den Einheitsgemeinden Stadt Oschersleben (Bode) und Stadt Oebisfelde-Weferlingen aktiviert.

„Es erfüllt mich mit Stolz, dass wir das kommunale Glasfasernetz konsequent und Hand in Hand realisieren. Umgesetzt vor Ort wird dieses Netz vor allem durch das Engagement der Bürgermeister, der Gemeinderäte, der Bauämter und der Einwohner, die für ihr eigenes Giganetz gekämpft haben und dieses mitformen. Die Digitalisierung generell und nicht nur im Bildungsbereich benötigt Glasfasernetze, je eher desto besser“ so brachte es der Landrat des Landkreises Börde, Martin Stichnoth, auf den Punkt.

Bei der Vertragsübergabe mit dabei waren auch die Vertreter des Amtes für Bildung und Kultur und der ARGE Breitband. Die Vertreter des Netzbetreibers DNS:NET wurden zum Termin der feierlichen Unterzeichnung coronabedingt online zugeschaltet. Mit der Unterzeichnung des Vertrages und der finalen Unterschrift gehen die Schulen nun in den nächsten Wochen online.

Holger Haupt, Breitbandkoordinator der ARGE Breitband erläutert: „Mit der Gründung der ARGE als eine interkommunale Gemeinschaft und dem Abschluss der Vorverträge konnten die Voraussetzungen für den heutigen Tag geschaffen werden. Dank der fortlaufenden konsequenten Ausbautätigkeit der acht Gemeinden können jetzt auch die Schulen bald online gehen. Die Finanzierung des Glasfasernetzes übernehmen hier die acht Gemeinden und der Bund. Das kommunale Giga-Netz und der digitale Zugang der Schulen sind ein Beitrag für gleichwertige Lebensverhältnisse.“

Friederike Hecht, Leiterin des Amtes für Bildung und Kultur beim Landkreis Börde: „Seit dem letzten Jahr und der Covid-19-bedingten Einführung von Home-Schooling ist die Bedeutung von Glasfaseranschlüssen für unsere Schulen unübersehbar. Die Pandemie deckt die Schwachpunkte schonungslos auf. Umso mehr sind wir als Schulträger den Gemeinden der ARGE-Breitband und dem Netzbetreiber für die Erschließung der Schulen mit Glasfaseranschlüssen und der Versorgung mit Breitbanddiensten dankbar. Uns ist bewusst, dass diese Verbindungen keine Zwischenlösung, sondern die leistungsfähigste Variante für einen Internetanschluss sind. Unser Augenmerk richtet sich nun parallel auf die technische Verbesserung innerhalb der Schulgebäude aus. Neben der glasfaserbasierten Internetanbindung sollen die Schulgebäude auch mit einer WLAN-Funkversorgung ausgestattet werden. Es bleibt also noch viel zu tun, aber es ist schon Licht im sogenannten Tunnel zu sehen.“

Stefan Holighaus, Geschäftsleitung der DNS:NET stellt fest: “Der Begriff Digitale Schule bekommt nun eine ganz andere Bedeutung. Lehrern, Schülern und Eltern wird aktuell pandemiebedingt viel abverlangt, insofern freuen wir uns sehr, dass es endlich losgehen kann mit dem Anschluss der Schulen ans Giganetz. Glasfaseranschlüsse mit Gigabitgeschwindigkeiten sind für Schulen und Bildungs-  sowie öffentliche Einrichtungen  im Bundesvergleich tatsächlich leider noch kein Standard. Umso mehr begrüßen wir es, dass die ARGE Breitband und der Landkreis Börde von Anfang an auf zukunftssichere Technologien gesetzt haben. Als Partner und Netzbetreiber des kommunalen Giganetzes freuen wir uns außerordentlich, dass nun die 24 Institutionen und Schulen mit Gigabittempo ans Netz gehen werden und realisieren dies durch den Anschluss an unseren Glasfaserring und die Aktivierung der Technik vor Ort. In Folge sollten dann alle Bildungseinrichtungen des Landkreises von gleichen Bedingungen in puncto Infrastruktur profitieren, denn Glasfaser Für Alle sollte zur Grundversorgung bei Lehre, Bildung, Freizeit und Arbeit werden.“

Der Autor des Gastbeitrags ist Hans Güldenpenning, freier Journalist.

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