Wolski meint

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Generalmajor a. D. Reinhard Wolski, Dipl.-Ing. (Univ.), ist Experte des Behörden Spiegel und war in seiner letzten Verwendung Chef des Amtes für Heeresentwicklung. (Foto: privat)

…dass die Berichterstattung über den NATO-Gipfel sich auf den Abzug aus Afghanistan verengte, war anzunehmen.  NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat jedoch in seiner Vorlage vom 11.02. an die Verteidigungsminister den Fächer viel weiter aufgemacht: Nach einer sicherheitspolitischen Betrachtung zur heutigen NATO kommt er zu den Forderungen:

• Die Forderung nach einer signifikanten Erhöhung des “Common Funding”, um zeit- und umfangsgerecht das Verteidigungskonzept durchzusetzen,

• der Anspruch an eine resiliente Verteidigungsplanung durch die Mitgliedsstaaten, und zwar zivil-militärisch einschließlich des Schutzes kritischer Infrastruktur,

• Erhöhung der Forschung im Verteidigungsbereich in Hochtechnologie,

• Jährliche NATO-Gipfel und häufigere Treffen der politischen Direktoren,

• Einstehen für das internationale Recht und enge Verbindung zu Staaten, die sich für dieses Rechtsprinzip einsetzen,

• Aufstellung eines NATO Ausbildungs- und Kooperations-Kommandos (!) mit und für die Partner,

• Führungsrolle der NATO als internationaler Organisation zu den sicherheitspolitischen Gesichtspunkten des Klimawandels.

Eine wirklich anspruchsvolle Agenda, die durch die Forderung nach einem neuen Strategischen Konzept 2022 nachdrücklich unterstrichen wird. Diese Agenda sollte Deutschland mit allen Kräften unterstützen, auch beim ersten Punkt!

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