Dauerhafte Anpassung der Sanitäterausbildung gefordert

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Die Erfolge der Umstellung auf eine digitale Ausbildung für Notfallsanitäter sollen erhalten werden. Dies fordern der Landesverband Hessen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und die vier Rettungsdienstschulen des Landes. (Foto: Oberholster Venita, pixabay.com)

Der Landesverband Hessen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und die vier DRK-Rettungsdienstschulen des Landes sehen dringenden Handlungsbedarf bei der Digitalisierung der Sanitäterausbildung. In einem Positionspapier stellen die Rotkreuzler fünf Forderungen an die Landesregierung in Wiesbaden.

Der Landesverband und die Schulen sehen die Erfahrungen des vergangenen Jahres und die guten Ergebnisse der digitalen Ausbildung in ihrer Fortführung gefährdet. Deshalb fordern sie, dass die Digitalisierung der Rettungsdienstschulen konsequent weitergeführt und gefördert werden muss. Der Einsatz von digitalen Unterrichtsformen muss weiterhin möglich sein, darum soll sich die hessische Landesregierung im Bundesrat dafür einsetzen, dass die Ausbildung- und Prüfungsordnungen dementsprechend angepasst werden. Zudem soll der Einsatz von digitalisierten Ausbildungsformaten standardisiert werden.

Konkret soll vermehrt auf sogenanntes Blended Learning, also der Kombination aus eLearning-Angeboten und Präsenzveranstaltungen, bei der Aus- und Fortbildung gesetzt werden. Bei der Notfallsanitäterausbildung soll beispielsweise dieser Anteil bis zu 20 Prozent der Gesamtstunden betragen. Die Landesregierung soll dies in eigener Zuständigkeit regeln. Schlussendlich fordert der Landesverband und die Schulen, an dem Digitalpakt Hessen teilhaben zu können.

Der Einsatz von e-Learning, digitaler und virtueller Unterrichtsmethoden würde die komplexe Ausbildung des Notfallsanitäters in besonderer Weise unterstützen, um fundierte fachliche, methodische und soziale Handlungskompetenzen aufzubauen. Der virtuelle Unterricht, welcher im Zuge der Corona-Pandemie eingeführt wurde, um weiter Sanitäterlehrgänge durchführen zu können, zeigten “seither besonders gute Lernerfolge”. Eine sinnvolle Verzahnung von digitalem Unterricht und Präsenzphasen unterstütze den Erwerb einer vielfältigen Handlungskompetenz, so der DRK-Landesverband.

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