Krankenhäuser immer häufiger von Cyber-Angriffen betroffen

0
708
Auch private Krankenakten sind für Cyber-Kriminelle attraktiv und werden im Darkweb zum Kauf angeboten. (Foto: Elías Alarcón, www.pixabay.com)

Die gestiegene Bedeutung von Krankenhäusern und die immer noch mangelnden Abwehrmaßnahmen geben Kriminellen immer stärkere Anreize für einen digitalen Angriff. Cyber-Attacken auf Gesundheitseinrichtungen nehmen in Folge immer mehr zu.

Besonders im Fokus stehen dabei Gesundheitsdatenbanken. Vor allem durch Fehlkonfiguration und cloudbasierte Speicherung sind die Daten für Cyber-Kriminelle angreifbar. Da Gesundheitsdienstleister meist auf einen Drittanbieter beim technischen Support oder in der Abrechnung angewiesen sind, können die Attacken auf den jeweiligen Provider konzentriert werden. Dieser lagert unter Umständen die Informationen von mehreren Klienten, womit ein Angriff besonders attraktiv ist. Ein weiteres Problem sind kostengünstige Netzwerkspeicher oder andere Geräte mit hohem Speicheraufkommen, da diese durch ihre Dateigröße leichter auffindbar sind. So entdeckte der IT-Sicherheits-Dienstleister CybelAngel über 500.000 französische Krankenhausunterlagen im Darkweb, welche dort zum Kauf angeboten wurden.

Als Gegenmaßnahme sollten Daten verschlüsselt werden, verschleierte Daten sind für Angreifer wenig attraktiv. Verschlüsselungssysteme sind zwar häufig vorhanden, werden aber nicht immer genutzt. Darüber hinaus ist Vorsicht geboten bei Remote-Aktivitäten oder bei der Nutzung von VPN-Zugängen. Da der Zugang hier nicht im hausinternen Netz erfolgt, sollten von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern alle erweiterten Sicherheitseinstellungen genutzt werden.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here