Impfungen in eigenen Zentren gestartet

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In Rheinland-Pfalz haben die ersten Corona-Immunisierungen in polizeieigenen Impfzentren begonnen (Foto). (Foto: MdI RLP)

Bei der rheinland-pfälzischen Polizei haben die Impfungen gegen das Corona-Virus in polizeieigenen Zentren begonnen. Als erstes wurde das medizinische Funktionspersonals der Impfzentren immunisiert. Es folgen die operativen Einsatzkräfte.

Die Impfungen erfolgen in den behördeneigenen Zentren, um die kommunalen Impfzentren zu entlasten. Innenminister Roger Lewentz (SPD) sagte dazu: “Es ist sehr erfreulich, dass innerhalb der rheinland-pfälzischen Polizei eine sehr hohe Impfbereitschaft herrscht.” Insgesamt haben sich im Rahmen des zweiwöchigen Anmeldeverfahrens mehr als 11.000 Angehörige der Polizei Rheinland-Pfalz für die Impfungen angemeldet. Das entspricht einer Quote von über 80 Prozent.

Die Polizei Rheinland-Pfalz wird mit dem Impfstoff des Herstellers AstraZeneca geimpft. Der zur Verfügung stehende Impfstoff anderer Hersteller ist zum jetzigen Zeitpunkt für die Bevölkerungsgruppen unter 18 Jahren und über 64 Jahren vorgesehen. “Der AstraZeneca-Impfstoff bietet einen hochwirksamen Schutz gegen den schweren Verlauf der Krankheit und leistet so einen wesentlichen Beitrag zur Pandemie-Bewältigung. Ich bin dankbar dafür, dass ich zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen der Polizei mit dem AstraZeneca-Impfstoff zu einem so frühen Zeitpunkt ein Impfangebot erhalte”, betonte der medizinische Gesamtkoordinator und Leiter der Zentralstelle für Gesundheitsmanagement im Polizeipräsidium Einsatz, Logistik und Technik (PP ELT), Dr. Stefan Brill.

In Rheinland-Pfalz sind vier polizeiinterne Impfzentren eingerichtet worden. Sie befinden sich an den Standorten des PP ELT in Mainz und Enkenbach-Alsenborn sowie am Standort des PP ELT in Wittlich-Wengerohr und in einer Bundeswehr-Kaserne im Bereich Koblenz. Damit handelt Rheinland-Pfalz entgegen einer Anweisung aus dem Bundesgesundheitsministerium (BMG). Dort hatte man gefordert, dass Behörden keine eigenen Impfinfrastrukturen aufbauen.

Landesweites Impfkonzept in Niedersachsen

In Niedersachsen existiert unterdessen nunmehr ein landesweites Impfkonzept. Im Rahmen dieses Konzeptes werden nun zunächst diejenigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Polizei berücksichtigt, die in Ausübung ihres Dienstes durch häufigen und unüberschaubaren Kontakt mit Bürgerinnen und Bürgern einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Für die Gruppe der Polizei mit diesem hohen tätigkeitsbezogenen Infektionsrisiko wurden die Impfungen mit dem Impfstoff AstraZeneca durch das Gesundheitsministerium grundsätzlich freigegeben. Eine Impfung der Polizeikräfte wird vorwiegend in den Impfzentren des Landes erfolgen. Zu deren Entlastung hat sich zudem der Medizinische Dienst der Polizei bereit erklärt, die priorisierten Impfungen der Angehörigen der Bereitschaftspolizei durchzuführen.

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