28 Millionen Euro für Beraterverträge mit Ernst & Young

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Bundesregierung und -ministerien nehmen externe Dienstleister unter Vertrag, um auf die Corona-Krise zu reagieren. (Foto: BS/Marco Verch, CC BY 2.0, www.flickr.com)

Als Reaktion auf die Corona-Krise haben Bundesregierung und -ministerien umfassende Beratungs- und Unterstützungsleistungen externer Dienstleister unter Vertrag genommen. Das höchste Vertragsvolumen von rund 41 Millionen Euro fiel dabei auf das Bundesministerium für Gesundheit (BMG).

Auffällig an den Zahlen ist, dass mehr als zweidrittel dieser Summe an Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (EY) gingen. Neben dem BMG haben auch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVi) und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) Vertragsvolumen mit EY abgeschlossen. Hier erhält die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft weitere rund 300 000 Euro für Beratungsleistungen.

EY wurde in der Vergangenheit mit den Ermittlungen im Wirecard-Skandal in Verbindung gebracht, da sie zu einem früheren Zeitpunkt deren Wirtschaftsprüfer waren.

Die Bundesregierung argumentiert in Bezug auf die Vergabe von Aufträgen an EY, dass „der Umstand, dass eine Mitteilung von möglicherweise eine Straftat begründenden Tatsachen an die Staatsanwaltschaft erfolgt ist, allein noch keinen Nachweis einer schweren Verfehlung darstellt.“ Es liegen demnach derzeit keine Ausschlussgründe vor, die der Bewerbung von EY für Vergabeverfahren entgegenstünden.

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