Weitere Waldbrandzentrale in Betrieb

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Brandenburgs Forstminister Axel Vogel (Bündnis 90/Die Grünen; hinten) hat die neue Waldbrandzentrale in Eberswalde in Betrieb genommen. (Foto: BS/Engel)

In Brandenburg hat die neue Waldbrandzentrale Nord in Eberswalde ihren Betrieb aufgenommen. Neben ihr existiert in der Mark inzwischen nur noch eine weitere in Wünsdorf. Diese hatte ihren Betrieb vor rund einem Jahr aufgenommen. Früher gab es insgesamt sechs Waldbrandzentralen, die nun allerdings an zwei Standorten zusammengeführt wurden.

Zudem hat der Landesbetrieb Forst Brandenburg in den letzten drei Jahren sein automatisiertes, sensorgestütztes System zur Waldbrandfrüherkennung modernisiert. Hierfür wurden 4,2 Millionen Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) genutzt.

Forstminister Axel Vogel (Bündnis 90/Die Grünen) sagte: “Im Zuge des Klimawandels haben wir immer öfter mit warmen und trockenen Sommern zu rechnen. Eine funktionierende und moderne Waldbrandfrüherkennung ist wichtig zum Schutz unserer Wälder.” Die 133 Feuerwachtürme, auf denen Forstpersonal mit dem Fernglas nach Waldbränden Ausschau hielt, per Peilscheibe den Ort ermittelte und per Telefon oder Funk meldete, hätten seit 2001 ausgedient. Und das nicht nur wegen der Sanierungsbedürftigkeit und der unzumutbaren Hitze in den Türmen sowie der unzähligen Treppenstufen. “Nachdem 2002 in der Mark das sensorgestützte Waldbrandfrüherkennungssystem “FireWatch” in den Einsatz ging, sind wir nun mit der zweiten von zwei modernen Waldbrandzentralen in Brandenburg noch besser auf den Ernstfall vorbereitet”, zeigte sich der Politiker überzeugt.

Über 100 Sensoren im Einsatz

105 Sensoren erfassen im Rahmen des Frühwarnsystems automatisiert aufsteigende Rauchwolken in Brandenburg, die das an eine der beiden Waldbrandzentralen melden. Die dortigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter alarmieren umgehend die regionalen Leitstellen des Brand- und Katastrophenschutzes. Bei Ausfall einer Waldbrandzentrale übernimmt die andere die Auswertung der Meldungen mit. Die Waldbrandfrüherkennung wurde zu einem landesweiten Netzwerk ausgebaut, das die Daten in Echtzeit über Richtfunk übermittelt. Am Standort Eberswalde werden der Norden und Westen des Landes Brandenburg mit 44 Kameras überwacht. Die übrigen Landesteile werden von Wünsdorf aus überwacht.

Auf der Mediathek von Digitaler Staat Online stellt der Geschäftsführer der Digitalagentur Brandenburg GmbH, Dr. André Göbel, in einem Chefgespräch die Organisation einer Brandenburger Waldbrandzentrale sowie technologische Innovationen in der Waldbrandbekämpfung vor.

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