Wolski meint

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Generalmajor a. D. Reinhard Wolski, Dipl.-Ing. (Univ.), ist Experte des Behörden Spiegel und war in seiner letzten Verwendung Chef des Amtes für Heeresentwicklung. (Foto: privat)

Es ist der richtige Zeitpunkt, den Clare Hutchison, NATO Secretary General’s Special Representative for Women, Peace and Security, gewählt hat, um am 25.02.2021 den ersten “Digitalen Dialog” der NATO zum Thema “Menschliche Sicherheit” (Human Security) abzuhalten. Damit bekennt sich die NATO prominent und konsequent zum Schutz des Individuums und der Werte Freiheit, Gleichheit, und Menschenrechte. Die Regierungschefs der NATO beschlossen 2019 die Entwicklung von Konzepten, um in Konflikten den Schutz von Menschen zu verbessern.

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg stellte heraus, dass in den Einsatzgebieten Afghanistan und Irak NATO- und Regierungstruppen darin ausgebildet werden, mehr für den Schutz der Zivilbevölkerung zu leisten. Im Kosovo werde beim Schutz von Kulturgütern unterstützt. Menschenhandel, sexuelle Gewalt oder die Zerstörung von Kulturgütern hinterlassen tiefe Narben, ein Friede nach einem Konflikt ist dann oft schwer zu erreichen.

Da sich der Charakter von Konflikten ändert, müssen auch die Policy, die Konzepte und die Operationspläne laufend angepasst werden, um die Sicherheit der Zivilbevölkerung zu gewährleisten. Darauf muss auch bei der Weiterentwicklung militärischer Fähigkeiten geachtet werden. Human Security ist ein ethischer Kern der NATO, den wir in Gesprächen und Diskussionen in der Gesellschaft mehr betonen sollten.

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