Grundlage für barrierefreie Notruf-App

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Mittels App soll eine barrierefreie Möglichkeit geschaffen werden, Notrufe abzusetzen. (Foto: JESHOOTS-com, pixabay.com)

Vor dem Hintergrund der Umsetzungspflicht von drei EU-Richtlinien und basierend auf den UN- Behindertenrechtskonventionen führt Deutschland 2021 eine Notruf-App für Menschen mit Hör- und Sprachbehinderungen ein. Mit der App wird eine alternative Notrufmöglichkeit geschaffen und mehr Barrierefreiheit gewährleistet. Umfangreiche Probebetriebe der verpflichtend einzusetzenden App wurden bereits erfolgreich abgeschlossen. Schnellstmöglich soll es funktionieren, Notrufdaten, wie Standort und Informationen zum Ereignis via Applikation an die Notrufleitstellen zu übermitteln. Somit können dann zukünftig Notrufe auch über Smartphones und Apps aufgegeben werden.

Dieser für Anwender wichtige und positive Schritt konfrontiert die Integrierten Leitstellen (ILS) von Polizei und Feuerwehr aber mit diversen Herausforderungen. So müssen beispielsweise Arbeitsplätze, die bisher aus Sicherheitsgründen strikt vom Internet getrennt waren, internetfähig gemacht werden. Da Browser das häufigste Einfallstor für Cyberangriffe auf die Endpunkte und Netzwerke von Behörden sind, müssen Leitstellen auf hochsichere Lösungen setzen.

Für diesen Anwendungsfall bietet IT-Sicherheitsexperte Rohde & Schwarz Cybersecurity mit dem Produkt „R&S®Browser in the Box“ eine hochsichere und einfach zu integrierende Lösung an. Der vollvirtualisierte R&S®Browser in the Box wurde zusammen mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik entwickelt und ist seit vielen Jahren erfolgreich im Behördenumfeld im Einsatz. Statt eines separaten PCs für den Webzugriff wird ein virtueller PC auf dem Arbeitsplatz-PC erzeugt. Betriebssystem und Browser haben keinen direkten Zugriff auf die Hardware, sondern lediglich auf die virtuelle Hardware, die wie eine zusätzliche Schutzmauer agiert. Eindringende Viren, Trojaner und anderer Schadcode bleiben in dieser Umgebung eingeschlossen und können sich nicht auf dem Rechner und im lokalen Netzwerk verbreiten. Ein Neustart des Browsers erfolgt immer in einem schadcodefreien Zustand. Die benutzerfreundliche Lösung beeinträchtigt die PC-Performance nicht und ermöglicht eine sichere Nutzung des Internets bei Erhaltung aller Webfunktionalitäten. Dabei ist der Browser leicht zu installieren und zentral zu administrieren. Leitstellen können so einfach eine sichere Grundlage für den Betrieb der neuen barrierefreien Notruf-App schaffen.

Als einzige Lösung bietet R&S®Browser in the Box mit einem neuen Produkt-Feature außerdem auch eine sichere Teilnahme an Webkonferenzen in einer vollvirtualisierten Surfumgebung. Durch Virtualisierung der Webcam wird der unbefugte Zugriff auf eine Kamera bei der Nutzung von R&S®Browser in the Box unmöglich. Nachdem der Administrator der Webcam-Nutzung zustimmt und die Option für den Endnutzer freischaltet, kann der Nutzer die Webcam nach Bedarf aktivieren. So behalten Nutzer von R&S®Browser in the Box zu jedem Zeitpunkt die Autorität über ihre Webcam und entscheiden selbst, wann sie die Kamera sicher aktivieren möchten. Das Feature ist mit gängigen Videokonferenz-Tools kompatibel.

Erfahren Sie mehr über den sicheren R&S®Browser in the Box.

Der Autor des Gastbeitrags ist Daniel Heck, VP Marketing bei Rohde & Schwarz Cybersecurity.

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