Kommunale Ordnungsdienste unberücksichtigt

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Mitarbeiter der Ordnungsdienste in Nordrhein-Westfalen werden nicht zeitgleich mit Polizisten geimpft. Daran gibt es massive Kritik. (Foto: mihi, https://stock.adobe.com/de/ )

In Nordrhein-Westfalen werden die Mitarbeiter der Kommunalen und Städtischen Ordnungsdienste nicht zeitgleich mit den ersten Polizeibeamten geimpft. So sieht es der vom Düsseldorfer Gesundheitsministerium veröffentlichte Impfplan für das bevölkerungsreichste Bundesland vor. Daran gibt es Kritik.

So verlangen Vertreter des Landesverbandes der komba gewerkschaft, den Impfplan umgehend anzupassen. Denn die Einsatzkräfte des Kommunalen Ordnungsdienstes arbeiteten seit Monaten am Limit. Tag für Tag sorgten sie im direkten Kontakt zu Bürgerinnen und Bürgern dafür, dass die Corona-Schutzmaßnahmen eingehalten werden. Häufig an der Seite der Polizei, oft genug allein. Während die Corona-Impfverordnung des Bundes Polizei- und Ordnungskräfte gleichermaßen als Personengruppe mit hoher Priorität sehe, sollten sie in Nordrhein-Westfalen nicht vorrangig mit den Polizeikräften im Einsatzdienst geimpft werden.

“Die Unterscheidung im NRW-Impfplan ist für uns vollkommen unverständlich und willkürlich. Der Plan muss umgehend angepasst werden. Die Einsatzkräfte der Ordnungsbehörden garantieren unermüdlich die Umsetzung und Einhaltung der Corona-Schutzverordnung. Auf ihnen lasten ein hoher Druck und enorme Herausforderungen. In unmittelbarem Kontakt zu Bürgerinnen und Bürgern setzen sie sich Infektionsgefahren aus. Sie müssen ebenfalls ein Impfangebot ab dem 8. März erhalten”, fordert Andreas Hemsing, Landesvorsitzender der komba gewerkschaft nrw.

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