Erprobung von Waldbrandtanklöschfahrzeug gestartet

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Das zu erprobende Waldbrandtanklöschfahrzeug basiert auf einen Unimog U5023. (Foto: BS/Nds. Ministerium für Inneres und Sport)

Der Klimawandel setzt in Deutschland besonders den Wäldern zu. In waldreichen Bundesländern steigt deshalb die Waldbrandgefahr enorm. Vergangene Vegetationsbrände konnten in Niedersachsen ihre Zerstörungskraft zeigen. Um diesen Problemen zu begegnen, wurde nun die Erprobung eines neuen Waldbrandtanklöschfahrzeugs im niedersächsischen Heidekreis gestartet.

Das Ziel der dreimonatigen Testphase ist die Konzeptionierung eines Waldbrandtanklöschfahrzeuges für den kommunalen Einsatz. Nach der Erprobung im Heidekreis soll das Fahrzeug jeweils weitere drei Monate in den Landkreisen Göttingen, Goslar, Diepholz und Celle getestet werden. Die Testphase wird voraussichtlich Mitte des kommenden Jahres beendet sein. Das Fahrzeug basiert auf einen Unimog U5023 mit einem Löschwassertankvolumen von 3.000 Litern und spezifischer Waldbrandausstattung.

Im Anschluss der Erprobung prüft eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren (AGBF) Niedersachsen, des Waldbrandteam e.V., des Landesfeuerwehrverbandes (LFV) Niedersachsen, des Niedersächsischen Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK) und des niedersächsischen Innenministeriums weitere Beschaffungen oder Fördermaßnahmen.

“Die großen Waldbrände in Lübtheen, Lieberoser Heide sowie der Moorbrand in Meppen haben uns klargemacht, dass wir noch mehr tun müssen als bisher. Die Beschaffung von Waldbrandtanklöschfahrzeugen und Fahrzeugen für die kommunalen Kreisfeuerwehrbereitschaften ist ein essentieller und dringend notwendiger Schritt zur Abwehr der auch in Niedersachsen immer häufiger auftretenden Vegetationsbränden”, erklärte Niedersachsens Innenminister, Boris Pistorius (SPD), zum Startschuss der Erprobung.

Weitere Erprobungen geplant

Neben dem Unimog plant das Land die Erprobung eines weiteren Waldbrandtanklöschfahrzeug, welches in Anlehnung an die Fachempfehlung des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) konzipiert wurde. Dieses Einsatzgerät soll anschließend in der neuen Landeseinheit zur Vegetationsbrandbekämpfung (GFFF-V-Einheit) auf überörtlicher und internationaler Ebene eingesetzt werden. Diese Einheit befindet sich derzeit noch im Aufbau.

In Zukunft möchte das Land Niedersachsen die Beschaffung von weiteren Fahrzeugen und Gerätschaften für den Einsatz in den Kreisfeuerwehrbereitschaften finanziell fördern. Bisher wurden diese Fahrzeuge ausschließlich über den Bund gefördert. In der Periode von 2021 bis 2024 stehen für die Förderung insgesamt zehn Millionen Euro bereit.

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