Josef Aschbacher neuer Generaldirektor der ESA

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(Foto: BS/ESA/Philippe Sebirot)

Zum 1. März wurde der gebürtige Österreicher Josef Aschbacher zum neuen Generaldirektor der European Space Agency (ESA) ernannt. Er übernahm die Position vom Deutschen Johann-Dietrich Wörner, der die ESA von 2015 bis 2021 leitete.

Aschbacher studierte an der Universität Innsbruck und schloss sein Studium der Naturwissenschaften mit einem Magister- und einem Doktorgrad ab. Von 1985 bis 1989 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Meteorologie und Geophysik der Universität tätig.

Seine Karriere bei der ESA begann er 1990 als Young Graduate bei ESRIN. Von 1991 bis 1993 war er als ESA-Repräsentant für Südostasien an das Asian Institute of Technology in Bangkok, Thailand, abgeordnet, wo er wichtige Kooperationsprogramme zwischen der EG, der ESA und Südostasien initiierte.

Nach mehreren Stationen in der ESA wurde Aschbacher im Jahr 2014 zum Leiter der Programmplanung und -koordination bei ESRIN befördert, hier verantwortete er die Planung der Erdbeobachtungsprogramme der ESA sowie für die Formulierung und Umsetzung programmatischer und strategischer Entscheidungen im gesamten Direktorat.

Im Jahr 2016 wurde Josef Aschbacher zum Direktor der Erdbeobachtungsprogramme, dem größten Direktorat der ESA, und zum Leiter von ESRIN, dem Zentrum für Erdbeobachtung der ESA, ernannt. Unter seiner Leitung entwickelte Europa das Erdbeobachtungsprogramm, das alle Sentinel-Missionen als Teil des EU-geführten Copernicus-Programms, alle meteorologischen Missionen für Eumetsat sowie die für die ESA-Mitgliedstaaten entwickelten Missionen Earth Explorer, Scout und phi-sat umfasst. Im Jahr 2020 befanden sich insgesamt 40 Satelliten in der Entwicklung und die ESA hatte sich zum größten Übermittler von Erdbeobachtungsdate.

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