Energetische Sanierung forcieren

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Für einen effizienten Klimaschutz bei Bauwerken darf nicht nur die Gebäudeemissionen abgestellt werden. Viel mehr muss das gesamte Gebäude betrachtet und wo nötig saniert werden. (Foto: BS/myimmo, pixabay.com)

Mit der Fortschreibung der Nachhaltigkeitsstrategie will die Bundesregierung Treibhausgasemissionen im gesamten Lebenszyklus von Bauwerken reduzieren. Die Klimarunde BAU begrüßt das Vorhaben.

“Die Wertschöpfungskette Bau werde selbstverständlich ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten”, erklärte die Klimarunde BAU, in der sich führende Verbände und Organisationen der Baustoffindustrie, der Planer und der Bauausführenden zusammengeschlossen haben. Die energetische Sanierung des Gebäudebestandes müsse deutlich forciert werden. Es sei längst nicht ausreichend für einen effektiven Klimaschutz den Fokus auf die Betriebsemissionen von Gebäuden zu legen. Stattdessen müsse der gesamte CO2-Fußabdruck inklusive Ressourcenverbrauch, einer Bilanzierung der Umweltauswirkungen und einer Betrachtung der Wirtschaftlichkeit über den gesamten Lebenszyklus hinweg bewertet werden.

Das Bündnis schlägt vor, schon für die Planung die verschiedenen Dimensionen und Kriterien der Nachhaltigkeit über den gesamten Lebenszyklus in Relation zueinander zu betrachten, ebenso wie bei der Beurteilung von Bauwerken. Zugleich unterstützen die Mitglieder den Plan der Bundesregierung, die Praxistauglichkeit bestehender Bewertungssysteme für das Nachhaltige Bauen weiter zu entwickeln und praxistauglicher zu gestalten. Zu einer ganzheitlichen Betrachtung würden auch zahlreiche Schnittstellen zwischen Planung und Bauwerkserstellung gehören. Hier könne die Digitalisierung, allen voran das Building Information Modelling (BIM) helfen und wechselnden Verantwortlichen über den Lebenszyklus eines Bauwerks eine Orientierungshilfe für nachhaltige Entscheidungen geben. Der Klimarunde BAU gehören die Bundesarchitektenkammer e. V. (BAK), der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e. V., der Bundesverband Baustoffe – Steine und Erden e. V. (BBS), der Bund Deutscher Architektinnen und Architekten e. V.(BDA), die Bundesingenieurkammer e. V. (BIngK), der Zentralverband Deutsches Baugewerbe e. V. (ZDB), der Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie e. V. (Textil + Mode) , der Verband Beratender Ingenieure e. V. (VBI) und der VDMA Maschinen- und Anlagenbau an.

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