Erweiterung der Logistik-Kapazitäten

0
454
Die Landes- und Bündnisverteidigung benötigt zusätzliche logistische Einrichtungen. (Foto: BS/Bundeswehr/Andrea Bienert)

Im April 2021 nehmen das Materiallager Königswinter und das Munitionslager Lorup ihren Betrieb wieder auf. Sie sind die ersten zwei von insgesamt acht reaktivierten Lagereinrichtungen, die bis 2029 wieder zur Bundeswehr gehören werden. Hierbei entstehen 570 zusätzliche Dienstposten.

“Aktuell sind die ortsfesten logistischen Einrichtungen (olE) der Streitkräftebasis (SKB) auf über 40 Standorte, insbesondere in Deutschland, verteilt. In den olE arbeiten etwa 4.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um die logistische Auftragserfüllung sicherzustellen”, meldete die Bundeswehr. “Die ortsfesten logistischen Einrichtungen (olE) der SKB sind für die Versorgung der Truppe enorm wichtig. Hier erfolgt nicht nur die bloße Lagerung und Instandhaltung des Materials und der Munition für den täglichen Dienst und die Ausbildung, sondern auch die Unterstützung der Auslandseinsätze. Waren aller Art werden hier für den täglichen, militärischen Gebrauch bevorratet und instandgesetzt, für die jeweiligen Erfordernisse der Einsätze vorbereitet, gewartet und – ganz wichtig – in Teilen auch auf Funktionsfähigkeit geprüft. Die olE sorgen damit auch für die Einsatzbereitschaft und Betriebssicherheit von Gerät, Werkzeugen und Fahrzeugen.”

Der Kommandeur des Logistikkommandos der Bundeswehr, Generalmajor Volker Thomas, ergänzte: “Nur mit kompetentem, gut ausgebildetem Fachpersonal in der Lagerwirtschaft, können wir sicher und effizient arbeiten. Daher gilt es nun, zeitlich gestaffelt, 570 Dienstposten mit qualifiziertem Personal zu besetzen. Es ist nach den vielen Jahren des Reduzierens schön, verkünden zu können, wir suchen qualifizierte Mitarbeiter.”

Die Wiederinbetriebnahme der Liegenschaften folgt der Rückbesinnung auf die Landes- und Bündnisverteidigung, die eine deutlich bessere Materialbevorratung benötigt als die Ausstattung kleiner Kontingente für den Einsatz. Bei den nun zu reaktivierenden Lagereinrichtungen handelt es sich überwiegend um Liegenschaften, die im Rahmen der Neuausrichtung der Bundeswehr 2011 geschlossen wurden. Etwa zwei Drittel der damaligen Depots und Lager wurde über zirka 15 Jahre aufgelöst, die Menge an gelagertem Material und Munition entsprechend deutlich reduziert oder in andere Lagereinrichtungen umgelagert. Kein leichter Vorgang, da die Liegenschaften von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) zurückgeholt werden müssen. Königswinter und Lorup werden im April ihre Arbeit aufnehmen können, die nächsten Wiederinbetriebnahmen sind für 2022 vorgesehen.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here