Wolski meint

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Generalmajor a. D. Reinhard Wolski, Dipl.-Ing. (Univ.), ist Experte des Behörden Spiegel und war in seiner letzten Verwendung Chef des Amtes für Heeresentwicklung. (Foto: privat)

“Jede Woche ein Panzer, jeden Monat ein Flugzeug, jedes Jahr ein Schiff.” So einprägsam beschreibt die Führung der Bundeswehr ihren ehrgeizigen Plan, den Modernisierungsstau der Bundeswehr abzubauen. Ein mutiger und motivierender Schritt. Um das Gesamtsystem für einen “Multi Domain Battle” jedoch erfolgreich zu machen, müssen der ein oder andere wöchentliche Panzer (und da zähle ich Artilleriesysteme dazu) oder das eine oder andere monatliche Flugzeug durch die Nachrüstung/Beschaffung eines leistungsgesteigerten oder neuen Kampfhubschraubers ergänzt werden – dieser schafft die operationelle Freiheit von Landstreitkräften – gerade wegen neuer Bedrohung durch Drohnen, wie wir sie im Krieg um Berg-Karabach gesehen haben.

Denn eigene hohe Agilität und Wirkung in der dritten Dimension lassen sich durch gesteigerten Schutz in der zweiten Dimension nie ersetzen. Zum erfolgreichen ersten Schritt der Digitalisierung der Landstreitkräfte (Battle Management System für die VJTF(L)) gehören die Integration des BMS in die Kampf- und Transporthubschrauber sowie die Übertragung von Bildern von Aufklärungsmitteln in den Kampfhubschrauber Tiger. Die durch die Bundeswehrführung betonte Rolle deutscher Landstreitkräfte als “First Responder” für die NATO in der Zentralregion Europas hängt unmittelbar von der Verfügbarkeit eigener leistungsfähiger Kampfhubschrauberkräfte ab.

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