1. Panzerdivision übernimmt Leitung der Battlegroup

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Mit der Fahne wird die Verpflichtung zur Verteidigung dieses Gebietes demonstriert. (Foto: BS/Bundeswehr/PAO EFP)

Vergangene Woche übernahm die 1. Panzerdivision aus Oldenburg die Verantwortung für die NATO-Mission Enhanced Forward Presence in Litauen. Sie ist somit ab sofort der neue Leitverband für den deutschen Anteil der Battlegroup. Mitte Januar begannen die rund 580 deutsche Soldatinnen und Soldaten des 9. Kontingents ihren Einsatz im litauischen Rukla.

Gemeinsam mit den multinationalen Kräften stellen sie nun in den kommenden sechs Monaten die aus rund 1.200 Frauen und Männern bestehende Battlegroup. Diese Einheit, die einem verstärkten Bataillon entspricht, ist eine von insgesamt vier Gefechtsverbänden an der NATO-Ostflanke. Die anderen befinden sich in Lettland, Estland und Polen. Solche Verbände werden auch als Flaggenwedler bezeichnet, da ihre hauptsächliche Funktion im Aufstellen der nationalen Flagge als Symbol für die NATO-Beistandsverpflichtung besteht. Im Gegensatz zu den früheren AMF sind die Battlegroups allerdings durchaus kampffähig und gut ausgerüstet, könnten also einen – beispielsweise russischen – Angriff maximal hemmen.

“Für die 1. Panzerdivision ist die neue Aufgabe als Leitverband für EFP keine unbekannte Herausforderung, denn sie nimmt diese Funktion gegenwärtig auch für die Einsätze der deutschen Streitkräfte in Afghanistan und im Irak wahr”, beschreibt die Bundeswehr. “Vor der Formierung der EFP-Battlegroup war die 1. Panzerdivision bereits für die Truppenausbildung der Very High Readiness Joint Task Force, einem Verband der NATO im Jahr 2019, verantwortlich. Seit 2018 hat sie mit mehreren Tausend Soldatinnen und Soldaten zusammen mit verbündeten Truppenkontingenten aus bis zu 29 NATO-Staaten sowie Schweden und Finnland an Übungen in Polen teilgenommen.”

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