Elementarer Baustein für die Landwirtschaft

0
381
Seit März 2020 steht der amtliche Satellitenpositionierungsdienst SAPOS für Landwirte in Baden-Württemberg zur Verfügung. Inzwischen verzeichnet SAPOS rund 1.000 aktive Nutzer. (Foto: Zonc_Photos, pixabay.com)

Auch in der Landwirtschaft macht sich der digitale Wandel zusehends bemerkbar: Sogenanntes Precision Farming unterstützt Betriebe bei der Bodenbearbeitung, beim Säen, Düngen und schließlich bei der Ernte. Mit dem amtlichen Satellitenpositionierungsdienst SAPOS hat das Land Baden-Württemberg eine Lösung bereitgestellt, die, ein Jahr in Betrieb, sich inzwischen einer Nutzerschaft von rund 1.000 Landwirten erfreut. Die hohen Erwartungen seien damit übertroffen worden, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk.

Seit gut einem Jahr in Betrieb, wird der amtliche Satellitenpositionierungsdienst SAPOS inzwischen von mehr als 1.000 Landwirten in Baden-Württemberg bei der Bewirtschaftung von Äckern und Wiesen sowie für das autonome Fahren genutzt. “Die Vorteile des Precision Farmings liegen für unsere Landwirte auf der Hand. Zeit und Betriebsmittel werden eingespart, zugleich kann durch die teilflächenspezifische Bewirtschaftung in Abhängigkeit der Bodenbeschaffenheit die Umwelt wirksam geschont werden. Dadurch wird die gesellschaftliche Akzeptanz für die Landwirtschaft befördert“, erklärt Minister Hauk die Vorteile des Positionierungsdienstes. Neben der Vermessung und Landwirtschaft wird SAPOS zunehmend auch bei der Steuerung von Baumaschinen, der Navigation von Schiffen in Schleuseneinfahrten und für die Drohnensteuerung eingesetzt. Weitere potenzielle Anwendungsfelder liegen im Umwelt- und Naturschutz, bei Polizei, Feuerwehr und Katastrophenschutz sowie im Verkehrsbereich. “SAPOS ist ein zunehmend etablierter Teil der digitalen Daseinsvorsorge, der für eine digitale Infrastruktur im Land für viele Anwendungsfelder unverzichtbar ist”, so der Minister weiter.

Für den operativen Betrieb von SAPOS zeichnet das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung verantwortlich. Dabei greift der Dienst auf ein landesweites Netz an Referenzstationen zurück, welches die Signale der bekannten Satellitennavigationssysteme empfängt und über die Karlsruher SAPOS-Zentrale landesweit Korrekturdaten über mobiles Internet bereitstellt. Aufgrund zunehmender Nutzerzahlen und höherer Anforderungen an Verlässlichkeit und Ausfallsicherheit für autonome Anwendungen soll das bislang nur auf Vermessung ausgerichtete System ausgebaut werden, so das Ministerium. Um das mit der Aufrüstung betraute Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung zu unterstützen, habe man in den Jahren 2020/2021 erhebliche Finanzmittel bereitgestellt. “Für den weiteren Ausbau und den dauerhaften Betrieb des Systems mit hoher Qualität setze ich mich nachhaltig für eine Anschlussfinanzierung ein. Jeder Euro, der in SAPOS investiert wird, ist eine Investition in die Zukunft, die künftig auch Massenanwendungen rund um das Autonome Fahren der Zukunft ermöglicht und sich daher um ein Vielfaches bezahlt macht“, so Hauk. Der amtliche Satellitenpositionierungsdienst SAPOS der deutschen Landesvermessung ermöglicht unter Nutzung der globalen Satellitennavigationssysteme GPS, GLONASS und Galileo eine bundesweite Positionierung. In Baden-Württemberg betreibt das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung im Rahmen seines gesetzlichen Auftrags den Dienst.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here