Verkauf der Seefernaufklärer gebilligt

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Zum Kauf der P-8A Poseidon aus den USA bestehen aktuell keine Alternativen, um die Fähigkeit der Seefernaufklärer auf gutem Niveau zu erhalten. (Foto: U.S. Navy)

Am Freitag veröffentlichte die amerikanische Defense Security Cooperation Agency die Mitteilung, dass der Verkauf von P-8A Flugzeugen sowie entsprechenden Unterstützungsleistungen gebilligt sei. “Das Außenministerium hat einen Beschluss gefasst, der einen möglichen Verkauf von P-8A Flugzeugen und dazugehörender Unterstützung sowie Ausrüstung an die deutsche Regierung zum geschätzten Preis von 1,77 Milliarden US-Dollar genehmigt”, lautete die Mitteilung.

“Der vorgeschlagene Verkauf wird die Außenpolitik und die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten unterstützen, indem er die Sicherheit eines NATO-Verbündeten verbessert, der eine wichtige Kraft für die politische und wirtschaftliche Stabilität in Europa ist. Der vorgeschlagene Verkauf wird die Fähigkeit Deutschlands verbessern, aktuellen und zukünftigen Bedrohungen zu begegnen, indem er entscheidende Fähigkeiten für maritime Operationen der Koalition bereitstellt.

Deutschland betreibt derzeit die Lockheed P-3C Orion, die jedoch das Ende ihrer Lebensdauer erreicht und 2024 ausgemustert wird. Deutschland plant, es durch die P-8A Poseidon zu ersetzen. Der vorgeschlagene Verkauf wird es Deutschland ermöglichen, seine Seeüberwachungsflugzeuge (MSA) zu modernisieren und für die nächsten 30 Jahre zu erhalten. Deutschland wird keine Schwierigkeiten haben, seine MSA-Truppe auf P-8 umzustellen und diese Flugzeuge in seine Streitkräfte zu integrieren.”

Die Bedeutung der Seefernaufklärer für die Bundeswehr hob Fregattenkapitän Stephan von Hanneken, Kommandeur der Fliegenden Gruppe des Marinegeschwaders 3 “Graf Zeppelin”, im Podcast Voices in Defence hervor, der hier abgerufen werden kann. Diese einzigartige Fähigkeit ist einerseits unerlässlich, andererseits haben die aktuell vorhandenen Flugzeuge das Ende ihrer Lebenszeit erreicht. Bis zu jenem Zeitpunkt, an dem ein mögliches europäisches Gemeinschaftsprojekt den ersten fertigen Seefernaufklärer in die Marine bringt, halten die P-3C Orion sicherlich nicht durch.

Zum genauen Angebot schrieb die Defense Security Cooperation Agency: “Die deutsche Regierung hat den Kauf von fünf (5) P-8A Patrouillenflugzeugen, neun (9) Multifunctional Distribution System Joint Tactical Radio Systems 5 (MIDS JTRS 5) und zwölf (12) LN-251 mit Embedded Global Positioning Systems (GPS)/Inertial Navigation Systems (EGls) beantragt. Ebenfalls enthalten sind kommerzielle Triebwerke, Tactical Open Mission Software (TOMS), elektro-optische (EO) und infrarote MX-20HD, AN/ AAQ-2(V) I Systeme, AN/APY-10 Radar, ALQ-240 Elektronische Unterstützungsmaßnahmen, NexGen Raketenwarnsensoren, AN/PRC-117G Manpack-Funkgeräte inklusive MPE-S Typ II mit SAASM 3. 7; Global Positioning Systems (GPS) 524D Precise Positioning System (PPS) für APY-10 Radar; AN/ALQ-213 Electronic Counter Measures; AN/ALE-47 Counter Measures Dispensing Systems; AN/UPX IFF Interrogators; APX-123A(C) IFF Digital Transponder; KIV-78 IFF Mode 5 Cryptographic Appliques; CCM-701A Cryptographic Core Modules; KY-100M, KY-58, KYV-5 für HF-121C Funkgeräte; AN/PYQ-10 V3 Simple Key Loaders (SKL) mit KOV-21 Cryptographic Appliques; Flugzeugersatzteile; Ersatzmotor; Unterstützungsausrüstung, Betriebsunterstützungssysteme, Training, Trainingsgeräte, Wartungstrainer/Übungsraum, Publikationen, Software, technische Unterstützung (ETA), logistische technische Unterstützung (LTA), Unterstützung durch Country Liaison Officer (CLO), technische Dienstleistungen von Auftragnehmern (CETS), Reparatur und Rückführung (RoR), Transport, Flugzeugfähre und andere damit verbundene Schulungen und Unterstützung sowie andere damit verbundene Elemente der Logistik und Programmunterstützung. Die geschätzten Gesamtkosten des Programms belaufen sich auf $1,77 Milliarden.”

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