GdP erteilt AfD Absage

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In den Reihen der GdP seien Afd-Mitglieder nicht willkommen. (Foto: BS/ fsHH, pixabay.com)

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert Gewerkschaftsmitglieder, die Parteimitglieder der Alternative für Deutschland (AfD) sind oder mit den Positionen der Partei sympathisieren, zum Verlassen der Gewerkschaft auf.  Die Grundsätze und Werte der GdP wären mit denen der AfD unvereinbar.

“Als GdP mit langer demokratischer Tradition stellen wir uns dem Ansinnen der AfD entschieden entgegen”, bekräftigt der stellvertretender GdP-Bundesvorsitzende, Dietmar Schilff, den Beschluss des Bundesvorstands der GdP. Die Gewerkschaft möchte sich für demokratische Teilhabe und politische Bildung einsetzen. Das Demokratieverständnis solle auch in der Polizei erhalten bleiben.

In der AfD sieht die GdP hingegen eine Gefahr für die Demokratie. Für wichtige nationale und globale Herausforderungen biete sie keine konstruktiven Lösungen an. Auch mit ihrer Inszenierung als konservativ-bürgerlich würde die Partei den öffentlichen Diskurs weiter nach rechts verschieben. Zudem würde die AfD wissenschaftlichen Konsens nicht anerkennen, was sich im Umgang mit dem Klimawandel und nicht zuletzt in der Corona-Krise zeigen würde. Die öffentliche Unterstützung der Querdenken-Demonstrationen durch hochrangige AfD-Politiker bewertet Schilff als “Schulterschluss mit Rechtsextremen, Antisemiten, Reichsbürgern und Verschwörungstheoretikern”. Hinter der Arbeit der Polizei würde die Partei nur stehen, wenn diese ihrer Ideologie entspräche. Mitglieder und Unterstützer der AfD seien daher in der GdP nicht willkommen.

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