Greensill: Kommunen wollen sich zusammenschließen

0
914
26 Kommunen wollen gemeinsam ihre Ansprüche gegen die insolvente Greensill Bank erstreiten. Insgesamt 255 Millionen stehen für die Kommunen hier auf dem Spiel. (Foto: Gerd Altmann, pixabay.com)

Die drohende Insolvenz der Greensill Bank betrifft rund 50 Kommunen in Deutschland. 26 von ihnen haben sich am Montag haben sich für das Insolvenzverfahren zusammengeschlossen, um aus einer vorhandenen Insolvenzmasse zumindest noch Teile ihrer Anlagen zurückzuerhalten. Darüber hinaus sollen Haftungsansprüche gemeinschaftlich geprüft werden.

Die 26 Kommunen haben insgesamt 255 Millionen Euro bei der Bremer Bank angelegt. Die betroffenen Kommunen betonten, dass die Greensill Bank bis zum Schluss ein gutes Rating besessen habe. Von den seit Monaten laufenden Untersuchungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) bei Greensill hätten die zuständigen Finanzverantwortlichen zu spät erfahren.

Die Bafin hatte am 3. März gegen die Greensill Bank wegen einer drohenden Überschuldung ein Zahlungsmoratorium verhängt. Am 15. März wurde nun auch ein Insolvenzantrag durch die Bafin beim zuständigen Bremer Amtsgericht gestellt. Am 16. März stellte die Bafin zudem den Entschädigungsfall für die Greensill Bank  fest. Mit der Feststellung des Entschädigungsfalles ist die Voraussetzung gegeben, dass die Entschädigungseinrichtung die Ansprüche der Einleger prüft und bis zu einer Höhe von 100.000 Euro befriedigt – in besonderen Ausnahmefällen bis zu einer Höhe von 500.000 Euro.

Private Anleger sind durch die so genannte Einlagensicherung bis zu einem Beitrag von 100.000 Euro geschützt. Die Kommunen, betroffene kommunale Eigenbetriebe sowie weitere öffentliche Stellen könnten jedoch leer ausgehen.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here