Wasserstoff für die Energiewende kommunaler Fuhrparks

0
477
Wasserstoff ist als Treibstoff in den kommunalen Fuhrparks angekommen. (Foto: BS, winterseitler, pixabay.com)

Brennstoffzellen und Öko-Strom bewegen das neue Müllfahrzeug des Reutlinger Fuhrparks. Als eines von bundesweit 15 Fahrzeugen hat die Stadt Reutlingen ein klimaneutrales Abfallsammelfahrzeug angeschafft.  

Das Müllfahrzeug wird mit einer Kombination aus Wasserstoff-Brennstoffzellen-Technik und vollelektrischem Fahrgestell betrieben. Damit erhält das Fahrzeug eine Reichweite von rund 370 Kilometern, welche mit konventioneller Antriebstechnik vergleichbar ist. “Das Abfallsammelfahrzeug mit Brennstoffzellen-Technologie ist ein weiterer Baustein in unserer klimaorientierten Entwicklung in Reutlingen – und jetzt das Juwel in unserem Fuhrpark“, meint Reutlingens Oberbürgermeister Thomas Keck.

Die Herstellung von Wasserstoff stand in der Vergangenheit wegen Sicherheitsbedenken in der Kritik. Der TÜV Süd schreibt hierzu: “Das Gefahrenpotential von Wasserstoff ist nicht größer als das von Erdöl, Erdgas oder Uran.” Da in der Industrie bereits seit hundert Jahren mit dem Element gearbeitet wird, gelten die sicherheitstechnischen Erfahrungen als gut. Zudem entweiche das Gas in Gefahrensituationen nach oben und es entstehe kein Brandteppich, wie bei flüssigem Treibstoff. Auch die energieaufwendige Herstellung von Wasserstoff wird kritisch gesehen. Das baden-württembergische Umweltministerium unterstützt in diesem Zusammenhang die Wasserstofferzeugung aus erneuerbarem Strom. “Ein Nutzfahrzeug mit Wasserstofftank ist ein weiterer Meilenstein, um die schädlichen Treibhausgasemissionen im Verkehr zu senken,” so der baden-württembergischer Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Franz Untersteller (Bündnis 90/Die Grünen).

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here