Erster Einsatz des Pilotregiments Bayern

0
616
Generalleutnant Jürgen Weigt, Stellvertreter des Inspekteur Streitkräftebasis, besuchte die Reservisten beim ersten Einsatz des Landesregiments Bayern. (Foto: Bundeswehr/Felicia Englmann)

Es ist der größte Einsatz in der Geschichte der Bundeswehr. Rund 25.000 Bundeswehrangehörige leisten Amtshilfe zur Bekämpfung von Corona. Die Hauptverantwortung liegt bei der Streitkräftebasis (SKB), zumindest die “normale” Amtshilfe betreffend. Die SKB stellt mit dem Kommando Territoriale Aufgaben und den Landeskommandos die Verbindung zwischen den zivilen Institutionen und der Bundeswehr.

Normalerweise müssen diese Leistungen der Bundeswehr allerdings bezahlt werden, schließlich sind die Soldaten zur Verteidigung Deutschlands gedacht und nicht als Hilfsarbeiter, damit Kommunen keine Krisenreaktionskräfte vorhalten müssen. Am 27. Januar beschloss das Kabinett allerdings, dass amtshilfebedingten Auslagen aller Bundesbehörden im Zeitraum vom 1. März 2020 bis zum 31. Dezember 2021 nicht in Rechnung gestellt werden.

Im Rahmen dieser Amtshilfe gegen Corona fand vergangene Woche auch der erste Einsatz des Landesregiments Bayern statt. Über dessen Aufstellung berichtet – unter Anderem – MdB Oberstleutnant d.R. Dr. Patrick Sensburg, Präsident des Verbandes der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V., in seinem Beitrag “Die Reserve der Zukunft” in der aktuellen Ausgabe des Behörden Spiegel: “Die Bundeswehr hat im Mai 2019 das Landesregiment Bayern als Pilotprojekt mit Unterstützung des Reservistenverbandes in Dienst gestellt. Mit dem Projekt prüft die Bundeswehr, ob es effektiv ist, Regionale Sicherungs- und Unterstützungskräfte (RSU-Kräfte) in der Struktur eines Regiments zu führen. Als Einheit der Territorialen Reserve dient das Landesregiment der Landes- und Bündnisverteidigung sowie dem Heimatschutz und besteht derzeit aus drei Kompanien der fränkischen RSU-Kräfte mit rund 300 Soldatinnen und Soldaten der Reserve: Die RSU-Kompanien Ober-, Unter- und Mittelfranken. Hinzu kommt eine Stabs-, Versorgungs- und eine Unterstützungskompanie. Mit der Regimentsstruktur sollen die RSU-Kräfte unter einheitlicher Führung reaktionsschneller werden und durch gemeinsame Ausbildungen und Übungen ihre Fähigkeiten sowie das Zusammenwirken verbessern.”

Mehr zum Thema „Die Reserve der Zukunft“ erfahren Sie in unserer aktuellen Print-Ausgabe des Behörden Spiegel auf Seite 46. Den Behörden Spiegel abonnieren Sie hier.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here