NRW startet Open Source-Projekt

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Die Open Source-Technologie gilt als zentraler Baustein bei der Durchsetzung strategischer Autonomie im Bereich der Verwaltungsdigitalisierung. (Foto: suixin390, pixabay.com)

Mit dem Aufbau einer zentralen Austauschplattform für Open-Source-Anwendungen will das Land Nordrhein-Westfalen die Voraussetzungen für den Einsatz föderierter Software-Lösungen im öffentlichen Sektor verbessern.

Ziel des Open Source-Projektes (Code Repository) ist es, die in verschiedenen Bereichen der Verwaltung eingesetzten Lösungen für den Austausch zu erschließen. Damit soll Open-Source-Software rechtssicher, transparent und nachhaltig für Behörden angeboten und von diesen genutzt werden können. Wie der Name schon ankündigt, besitzt Open Source einen frei zugänglichen Quellcode und kann somit kopiert, genutzt und weiterentwickelt werden, was Vorteile im Vergleich zu proprietärer Software berge. “Die Stärkung von Open-Source-Software hilft uns bei der schnelleren Digitalisierung der Verwaltung”, meint Nordrhein-Westfalens Digitalminister, Prof. Dr. Andreas Pinkwart. “Sie ist zugleich ein Schritt in Richtung digitaler Souveränität. Denn so reduzieren wir Abhängigkeiten von Herstellern und eröffnen neue Chancen für die IT-Branche im Land.” Die geplante Plattform ist Teil eines Kooperationsprojektes mit dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und dem Land Baden-Württemberg. Strukturell soll die Verwaltungs-Plattform aus einem zentralen Teil und kompatiblen, dezentralen “Satelliten” bestehen. Nordrhein-Westfalen baut dabei den ersten dezentralen “Satelliten” als gemeinsame Plattform von Land und Kommunen auf. Schon Mitte des Jahres soll die Plattform zur Verfügung stehen, ehe sie Ende des Jahres 2021 für weitere Kollaborationen geöffnet wird. Durch diese zukünftige Verbindung mit entsprechenden Einrichtungen in anderen Ländern oder beim Bund stelle man die Weichen für eine bundesweite Kooperation, erklärt dazu das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie (MWIDE). Weitere Potenziale winkten dabei auch aufseiten der Wirtschaft: Das Projekt verspreche einen “deutlichen Schub” für den Einsatz von Open-Source-Produkten in der öffentlichen Verwaltung und damit verbunden eine Förderung des freien Wettbewerbs. Zugleich biete es Chancen für Start-ups in der IT, deren Entwicklungen häufig auf Open-Source-Software basieren, sagt der Beauftragte des Landes für die Informationstechnik (CIO), Prof. Dr. Andreas Meyer-Falcke.

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