Veränderte Rahmenbedingungen bringen neue Herausforderungen für die Gefahrenabwehr

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(Grafik: Divera 24/7)

Deutschland ist für die hohe Schlagkraft und Dichte von Feuerwehren und Hilfsorganisationen bekannt. Dies ist nur möglich, weil sich über eine Million Menschen ehrenamtlich engagieren.

Doch es steht zunehmend weniger Personal zur Verfügung. Parallel steigen die Anforderungen und Erwartungen an die Gefahrenabwehr. Für ein weiterhin hohes Schutzniveau bedarf es neuer Konzepte. Daher haben Feuerwehrleute aus NRW die App DIVERA 24/7 entwickelt. In Echtzeit wird die Verfügbarkeit der Einsatzkräfte und deren Befähigung erfasst.

Personalengpässe werden sofort deutlich und können rechtzeitig kompensiert werden. Führungskräfte und Disponenten haben stets einen Einblick in die Leistungsfähigkeit aller unterstellten Einheiten und können die Alarmierung schon im ersten Abmarsch optimieren.

Auch die Einsatzleitung ist sofort über die besetzbaren Fahrzeuge, die Anzahl der Atemschutzgeräteträger und vieles mehr informiert.

Vorteile im Einsatz:

  • Führungskräfte erhalten verlässliche Daten zur eigenen Lage
  • Effizientes Ressourcenmanagement durch gezielte Alarmierung
  • Optimiertes Ausrücken, Wartezeiten entfallen
  • Entlastung der Arbeitgeber
  • Geringere Lohnersatzkosten für die Kommunen

Ein Beispiel aus der Praxis: Feuerwehr Wuppertal

Bei Unternehmen und an der Universität, wo sich viele Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr aufhalten, sind Zubringer-PKWs stationiert. Die Mitarbeiter und Studenten sind im Einsatz sofort abkömmlich, die App unterstützt den Austausch:

  • Wie viele Kräfte stehen an welchem Ort und mit welchen Qualifikationen zur Verfügung?
  • Sind in der Nähe zum Standort ausreichend Personen verfügbar oder ist der Einsatz des Zubringers erforderlich?
  • Welche Fahrzeuge können wie schnell besetzt werden?
  • Wie kann das Personal bei Mangel von Schlüsselqualifikationen (Fahrer Klasse C, Führungskräfte, AGT) bestmöglich verteilt werden?

Kommunikation ohne Umwege

Das System vernetzt Einsatzkräfte, über alle Standorte und Organisationen hinweg. Die Organisationsstruktur ist flexibel abbildbar. Alle wichtigen Daten werden für die einzelnen Führungsebenen optimal aufbereitet. Der Informationsfluss ist innerhalb der Teams als auch standortübergreifend über viele Wege möglich:

  • Alarmierung per App, SMS und Anruf
  • Interne Mitteilungen
  • Terminkalender mit Zu- und Absage
  • Austausch von Dokumenten
  • Schichtplanung

Alarmierungen sind ebenfalls direkt über die Leitstellen-Schnittstelle steuerbar.

Die Software wird DSVGO-konform in Deutschland gehostet und nutzt zur Datenübertragung verschlüsselte Verbindungen. BOS-Einheiten können die Grundfunktionen mit bis zu 50 Personen kostenlos in Anspruch nehmen.

Dank des leichten Einstiegs erfährt die App in Deutschland eine große Verbreitung. Über 12.000 Feuerwehren und Hilfsorganisationen sind schon dabei, die Einsatzbereitschaft auf diese Weise zu verbessern. Für eine zuverlässige und handlungsfähige Gefahrenabwehr.

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