Vom Auto in den Sattel – dank Bundesfördermittel

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Um die nachhaltige Verkehrswende zu fördern, unterstützt der Bund den Bau von Radschnellwegen finanziell. (BS, OpenClipart-Vectors, pixabay.com)

Die Landkreise Göppingen, Mannheim und der Ortenaukreis erhalten rund 6,4 Millionen Euro für Radschnellwege. Damit übernimmt der Bund 75 Prozent der anfallenden Planungskosten für die baden-württembergischen Projekte.

Dieinterkommunalen, weitgehend kreuzungsfreien Verbindungswege für Fahrradfahrer sollen vermehrt den Pendlerverkehr aus dem Auto und auf den Sattel bringen. “Der Radschnellweg Mannheim-Viernheim-Weinheim ist ein weiterer großer Schritt in Richtung einer nachhaltigen Verkehrswende”, begrüßt Prof. Dr. Diana Pretzell, Bürgermeisterin der Stadt Mannheim, die Förderung durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Das Mannheimer Projekt schließt zudem an die Umgestaltungsmaßnahmen für die Bundesgartenschau 2023 in Mannheim an. Dafür wird die rund sechs Kilometer lange sogenannte BUGA-Trasse gebaut, für welche ein Potential von 2.900 Radfahrten pro Tag ermittelt wurde. Innenstadt, Gartenschaugelände und der rund 20 Kilometer langen Radschnellweg zwischen Heidelberg und Mannheim sollen miteinander verknüpft werden.

Der Baubeginn sei für Sommer 2021 geplant und die Gesamtkosten sollen sich auf 2,3 Millionen Euro belaufen.

Für die Strecke von rund 23 Kilometern von Ebersbach nach Süßen im Kreis Göppingen, wird mit einer Auslastung von 2.000 bis 3.000 Radfahrern pro Tag gerechnet. “Auf der zentralen Achse im Filstal erhalten wir jetzt die Chance, mit der Radschnellverbindung die Infrastruktur deutlich zu stärken und ein zeitgemäßes, umweltgerechtes Mobilitätsangebot zu schaffen”, erläutert Edgar Wolf, Landrat des Landkreis Göppingen, den Nutzen der Radschnellwege. Rund 4,25 Millionen Euro wird das Projekt insgesamt kosten.

Im Ortenaukreis rechnet man mit Planungskosten von rund zwei Millionen Euro. Das Projekt verbindet die zwei Standorte der Hochschule Offenburg, sowie die Städte Offenburg und Gegenbach miteinander. Die Radschnellwege zeichnen sich unter anderem durch eine hohe Belastungsqualität, bauliche Trennung anderer Verkehrsteilnehmer und dauerhafte verkehrssichere Unterhaltung aus. Für den Zeitraum von 2021 bis 2023 sei die bundesweite Förderung, von Planung und Bau von Radschnellwegen, von bisher 25 auf 50 Millionen Euro verdoppelt worden.

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