Ist unser Trinkwasser in Gefahr?

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Interessenkonflikte mit Landwirtschaft und Industrie sowie neue Herausforderungen durch Wetterextreme und steigenden Wasserverbrauch, gefährden unsere Trinkwasserversorgung. (Foto: JonasKIM, pixabay.com)

75 Prozent unseres Trinkwassers stammen aus dem Grundwasser. “Die vergangenen drei Hitzesommer haben aber gezeigt, dass bestimmte Regionen bei langanhaltender Trockenheit nicht genug Wasser haben”, schreibt der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) und fordert Lösungen.

Regen- und Abwassermanagement sind Aufgaben der öffentlich-rechtlichen Körperschaften. Dabei sorgen diese, mit über 10.000 kommunale Kläranlagen, bereits für eine fast flächendeckende Umsetzung höchster EU-Reinigungsstandards. Der DStGB fordert zudem Regenwasser aufzufangen und nutzbar zu machen, statt es in Abwasserkanäle abzuleiten. “Dies könne gerade in Innenstädten und Ortskernen zu einer deutlichen Verbesserung des Mikroklimas und damit zur Resilienzsteigerung der Städte und Gemeinden insgesamt beitragen.” Auch die Digitalisierung der Wasserwirtschaft wäre, laut DStGB, eine Option für die Kommunen, aktives Wassermanagement zu betreiben. Interessenskonflikten mit Industrie und Landwirtschaft können so vermieden werden.

Bundesweite Herausforderungen für die Trinkwasserversorgung sind unter anderem neue gesetzliche Vorgaben im Wasserrecht und der stetig steigende Wasserverbrauch sowie Hochwasser und Arzneimittelrückstände. Es muss demnach mehr in die Wasser- und Abwasserinfrastruktur investiert und nach innovativen Lösungen gesucht werden. Bund und Land sind daher aufgefordert die Kommunen finanziell und fachlich unterstützen, damit Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit des Wassers gewährleistet bleiben.

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