Gefahr derzeit besonders hoch

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Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), Thomas Haldenwang, sieht eine Zunahme der Gefahr durch Wirtschaftsspionage. (Foto: BS/Giessen)

Die Bedrohungen durch Wirtschaftsspionage, -sabotage und Datendiebstahl sind für die deutsche Wirtschaft derzeit besonders gravierend. Dies liegt unter anderem an der Corona-Pandemie und dem vermehrten Arbeiten im Homeoffice.

Das unterstreicht auch der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), Thomas Haldenwang. Er meint: “Mit fortschreitender Digitalisierung und Nutzung von unterschiedlichsten Fernzugriffstools, beispielsweise im Homeoffice, geht auch eine signifikante Vergrößerung der Angriffsfläche für Cyber-Angriffe gegen deutsche Stellen einher.” In der aktuellen Lage liege der Fokus seiner Behörde insbesondere auf dem Schutz von Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Behörden, deren Aktivitäten auf die Bekämpfung der Corona-Pandemie zielten. Haldenwang führt aus: “So hat das BfV bereits seit Mai 2020 Unternehmen und Forschungseinrichtungen sensibilisiert, die im Zusammenhang mit der Pandemiebekämpfung arbeiten und forschen. Gemeinsam mit dem ASW Bundesverband wollen wir den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Deutschland resilienter gegen ungewollte Einflussnahme und Einwirkungen durch fremde staatliche Akteure machen.”

Dessen Vorsitzender Volker Wagner betont dann auch: “Wirtschaftsspionage ist eine reale Bedrohung für deutsche Unternehmen. Wir sehen drei Kategorien von Geschäftsgeheimnissen, die besonders schützenswert sind: Forschungsdaten, Produktspezifikationen und Fertigungstechnologien.” Deren Attraktivität liege zumeist in einem spezifischen Entwicklungsverfahren, einer herausragenden Qualität oder an einer Fertigung mit einer sehr viel besseren Kosteneffizienz im Vergleich zu den Wettbewerbern.

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