Großbritannien schützt Unterseekabel mit neuem Kriegsschiff

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Das neue Kriegsschiff der Royal-Navy wird mit 15 Personen besetzt werden und Überwachungsfunktionen wahrnehmen. (Foto: fatoota, pixabay.com)

Ein neues Schiff der Royal-Navy soll Überwachungs- und Verteidigungsaufgaben in britischen und internationalen Gewässern übernehmen. Der Betrieb des Schiffes soll ab 2024 erfolgen. Ziel ist es, die Kritische Infrastruktur zu schützen. Im Fokus stehen dabei vor allem Unterseekabel, die die Internet-, Kommunikationsverbindungen und wirtschaftlichen Transaktionen mit anderen Ländern sicherstellt.

Der britische Verteidigungsminister Ben Wallace erklärte dem BBC, dass Russland versuchen könnte, die Kritische Infrastruktur mit U-Booten zu sabotieren. Wenn die nationale Infrastruktur verloren gehe, würden dem Land “die Lichter ausgehen”. Im Vornherein haben britische und US-amerikanische Militärs und Geheimdienste darauf aufmerksam gemacht, dass russische U-Boote in der Nähe von atlantischen Unterseekabeln gesichtet wurden.

Bereits 2017 hat die NATO russische U-Boote in der Nähe dieser Kritischen Infrastrukturen entdeckt. Die damals beobachteten Aktionen auf russischer Seite hätten ein Ausmaß erreicht, wie seit Ende des Kalten Krieges nicht mehr beobachtet werden konnte. Allerdings ist das Interesse an staatlichen Informationen nicht nur Russland zuzuschreiben. Edward Snowden konnte im Zuge der NSA-Affäre nicht nur die Spionage des U.S.-Auslandsgeheimdienstes nachweisen, sondern lieferte auch Belege dafür, dass Großbritannien an einigen Stellen den weltweiten Datenverkehr überwacht.

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