Bericht zur Reform des KSK

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(Foto: Bundeswehr/PIZ Heer)

Am 23. März veröffentlichte der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Eberhard Zorn, den zweiten Zwischenbericht zur Umsetzung des Reformpaketes zur Bekämpfung rechtsextremistischer Tendenzen beim Kommando Spezialkräfte (KSK). 39 der insgesamt 60 Maßnahmen seien bereits umgesetzt, berichtete der Generalinspekteur.

Als weitere kommende “Meilensteine” nennt der Bericht: “Der Unterstellungswechsel der Stabs- und Führungsunterstützungskompanie unter die Division Schnelle Kräfte (DSK) ist für den 23. März 2021 vorgesehen. Damit soll die Führung des KSK administrativ entlastet werden. Die Personalwerbetrupps (PWT) für das KSK sind in der Generalstabsabteilung ‘Personal’ der DSK bereits neu verortet worden. Zudem wird die Ausbildung des KSK auf den neuen Ausbildungsstützpunkt Spezialkräfte Heer (AusbStpSpzKrH) übertragen, der am 23. März 2021 aufgestellt wird. Sie untersteht damit zukünftig der Infanterieschule, die wiederum zum Ausbildungskommando (AusbKdo) und damit zum Ausbildungsbereich des Heeres gehört.”

Der besondere Kritikpunkt, das “Verschwinden” bzw. Einbehalten von Munition im KSK durch die Soldaten, soll durch verschiedene Maßnahmen in Zukunft unterbunden werden. “Mit strukturellen Veränderungen wie zusätzlichem logistischem Personal, der Sensibilisierung, Ausbildung und Schulung des Fach- und Führungspersonals sowie ‘helfender Dienstaufsicht’ auf allen Ebenen werden nunmehr die Grundlagen dafür geschaffen, dass der vorschriftengemäße Umgang mit Munition Teil des Selbstverständnisses aller Angehörigen des KSK wird.” Das Kommando Heer soll nun bis Mitte Mai den Sachstand zur strukturellen Änderung der Logistik sowie die mögliche Umsetzung einer wirksamen Dienstaufsicht vorlegen.

Der Bericht greift somit ein Thema auf, das nicht nur für das KSK gilt, sondern sich bei mehreren Einheiten in Einsätzen zeigte: Der unbedarfte Umgang mit Munition, da diese in den Einsätzen in genügender Stückzahl vorhanden war und der Verbrauch selten kontrolliert wurde. Am Ende kleinerer Einsätze ging der noch vorhandene Bestand oft an die örtliche deutsche Botschaft, die mit der Munition nicht wirklich etwas anfangen konnte und sie deshalb (meistens ungezählt) in einem als sicher angesehenen Kellerraum verschloss.

Der gesamte Bericht des Generalinspekteurs ist hier als PDF abrufbar.

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