Einsatz künftig wohl nur noch auf dienstlichen Endgeräten

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Die niedersächsische Datenschutzbeauftragte, Barbara Thiel, begrüßt die Ankündigung des Hannoveraner Innenministerium, den Messengerdienst NIMes in Zukunft nur noch auf dienstlichen Endgeräten der Polizei zu nutzen. (Foto: BS/Heike Göttert)

Bei der niedersächsischen Polizei wird der Messenger NIMes in Zukunft wohl nur noch auf dienstlichen Endgeräten genutzt werden. Derzeit ist er auch auf privaten Devices im Einsatz. Diese Umstellung kündigte das Hannoveraner Innenministerium an, nachdem die Landesdatenschutzbeauftragte die Nutzung auf privaten Geräten von Polizeibeamtinnen und -beamten beanstandet hatte.

Nun sagt Barbara Thiel: “Die Entscheidung des Innenministeriums, verstärkt und letztlich ausschließlich auf Dienstgeräte zu setzen, entspricht meiner Forderung und ermöglicht den Einsatz von NIMes im Einklang mit Datenschutz und IT-Sicherheit.” Der vollständige Umstieg auf dienstliche Smartphones sei der beste Weg, um die Risiken des bring-your-own-device (BYOD) zu beseitigen. “Ich erwarte allerdings, dass die Polizei nun ihren Worten schneller Taten folgen lässt, als es der Stellungnahme des Landespolizeipräsidenten zu entnehmen ist, und die Beamtinnen und Beamten endlich flächendeckend mit dienstlichen Geräten ausstattet”, so Thiel weiter.

Die gegenwärtigen Planungen des Innenministeriums seien deutlich zu zögerlich, um die existierenden Risiken konsequent aus der Welt zu schaffen. Die Landesdatenschutzbeauftragte betonte in diesem Zusammenhang erneut, dass sie nicht die Anwendung NIMes als solche beanstandet habe, sondern deren Nutzung auf privaten Smartphones. “NIMes ist aus meiner Sicht datenschutzfreundlicher als viele kommerzielle Messenger-Dienste. Die fehlende Kontrolle des Dienstherrn über private Geräte führt aber zu einem inakzeptablen Risiko, da der jeweilige Anwender dafür verantwortlich ist, sein Smartphone vor Angriffen und Schadprogrammen zu schützen. Das wird dem Schutzbedarf der bedrohten Daten in keiner Weise gerecht”, unterstrich Thiel. Verbieten kann die Datenschutzbeauftragte der Polizei den Einsatz von NIMes auf privaten mobilen Endgeräten übrigens nicht. Dafür fehlen ihr die notwendigen Befugnisse.

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