Beste Aufklärungsquote seit zehn Jahren

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Im öffentlichen Raum kam es im vergangenen Jahr zu weniger Diebstählen – auf Demonstrationen waren jedoch zahlreiche Gewaltdelikte zu verzeichnen. (Foto: BS/ reportyorym, pixabay.com)

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) und Polizeipräsidentin Dr. Barbara Slowik haben die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das vergangene Jahr vorgestellt. Die Anzahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner erreichte den niedrigsten Wert seit der Wiedervereinigung. Die Statistik sei dabei stark von der Corona-Pandemie und den dazugehörigen Eindämmungsmaßnahmen beeinflusst.

504.142 Straftaten wurden verzeichnet – 1,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Dabei konnten über 136.000 Tatverdächtige ermittelt und über 46 Prozent der Fälle aufgeklärt werden. Die Aufklärungsquote erreicht damit den besten Wert seit einem Jahrzehnt. Durch die Corona-Pandemie haben sich die Straftatbestände anteilig anders verteilt. Straftaten im Bereich von Diebstahl und Raub seien im Vergleich zum Vorjahr stark zurückgegangen. Zudem wurden weniger Einbrüche in Wohnraum registriert, Keller und Bodenräume waren jedoch häufiger von Einbrüchen betroffen.

Als Sonderfall muss der Subventionsbetrug im Rahmen der Corona-Soforthilfen betrachtet werden. Dabei wird die Schadenssumme derzeit auf über 41 Millionen Euro geschätzt. Die politisch motivierte Kriminalität im rechten Spektrum mit Tatbeständen wie Volksverhetzung, Sachbeschädigung und Verleumdung sei um 21,8 Prozent gestiegen. Doch auch bei linksmotivierten Gewaltdelikten konnte ein starker Anstieg verzeichnet werden, dies vor allem im Zusammenhang mit Demonstrationen. In Folge eines erhöhten Aggressionspotentials sei es auch vermehrt zu tätlichen Angriffen auf Vollstreckungsbeamte gekommen.

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