Maschinengewehre, Ersatzteile und Zelte

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Der Rahmenvertrag für die MG5 soll fast verdoppelt werden. (Foto: BS/Bundeswehr/Maximilian Schulz)

Drei 25-Mio-Vorlagen passierten vergangene Woche den Haushaltsausschuss: Zusätzliche Maschinengewehre, Ersatzteile für Flugzeuge und neue Zelte.

Bei den Maschinengewehren handelt es sich um eine Aufstockung des bestehenden Rahmenvertrages zur Beschaffung des MG5, welches das aktuell genutzte MG3 ablösen soll. “Ab diesem Jahr soll die Truppe über 10.000 weitere Maschinengewehre und zugehöriges Zubehör zur umfassenden Deckung des strukturellen Bedarfs erhalten. Dazu soll der bestehende Rahmenvertrag mehr als verdoppelt werden”, berichtet die Bundeswehr. “In weiteren Verträgen will die Bundeswehrergänzende Ausrüstung für Ausbildung und Übung, Transport- und Lagerbehälter sowie Videoendoskope für die Überprüfung der Waffen beschaffen.”

Die Flugzeugersatzteile sollen in der gemeinsam mit Frankreich betriebenen Lufttransportstaffel einfließen. Für diese Staffel – die nach dem Ausscheiden der Transall den geschützten taktischen Lufttransport leisten soll – sind seit 2018 C-130J Super Hercules geplant, wobei die Flugzeuge durch die USA beschafft werden. “Künftig soll Frankreich die Ersatzteile, Ausrüstungskomponenten, Bodendienstgeräte und industriellen Unterstützungsleistungen für die sechs geplanten deutschen Maschinen beschaffen. Da Frankreich bereits Flugzeuge dieses Typs betreibt, verspricht sich die Bundeswehr eine effizientere Versorgung. Ziel ist bei der gemeinsam zu betreibenden Lufttransportstaffel, die Ressourcen durch ein gemeinsames Flottenmanagement bereitzustellen und zu bewirtschaften”, berichtet das BMVg. “Nun soll die Ersatzteilbeschaffung aus dem ursprünglichen Vertrag herausgelöst werden. Da zeitgleich auch ein höherer Bedarf an Ersatzteilen gedeckt wird, wird der neue Vertrag zusätzliche 50 Millionen Euro umfassen.”

Als dritte Vorlage passierte der Rahmenvertrag für neue Zelte den Bundestag. “Das neue System besteht aus verschiedenen Bausteinen. Neben den Kernbausteinen und Produkten für Unterkunft, Verpflegung sowie Sanitär und Hygiene soll es auch einen Ergänzungsbaustein für die Unterkunft geben. Mit diesem werden mehrere Unterkunftszelte verbunden und ein Aufenthaltsraum für die Soldatinnen und Soldaten geschaffen”, berichtet die Bundeswehr. Als erste Beschaffung sind 3.255 Zeltsysteme für rund 13 Millionen Euro geplant, die bereits ab 2022 für die VJTF zur Verfügung stehen sollen. Insgesamt soll der Rahmenvertrag 19.000 Gesamtsysteme für rund 83 Millionen Euro umfassen.

Die Vertragsunterzeichnungen werden in den kommenden Wochen erwartet.

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