Neue Dienstausweise bei Bayerns Polizei

0
781
In Bayern erhalten alle Mitarbeiter der Polizei neue Dienstausweise. Es wird mehrere verschiedene Ausweisarten geben, darunter unter anderem der Polizeidienstausweis für aktive Beamtinnen und Beamte. (Foto: BS/Polizeipräsidium Oberpfalz, Tobias Weingärtner)

Die rund 44.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bayerischen Polizei erhalten neue Dienstausweise. Sie sind etwa so groß wie eine Scheckkarte und lösen den seit rund 35 Jahren genutzten “grünen Polizeidienstausweis” ab. In den kommenden Monaten werden alle Beschäftigten landesweit sukzessive die neuen Ausweise erhalten.

In Zukunft wird es drei verschiedene Ausweistypen geben. Der “Polizeidienstausweis” wird für aktive Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte ausgestellt. “Anhand des unverwechselbaren Designs und einfach zu erkennender Sicherheitsmerkmale kann die Echtheit des Ausweises schnell überprüft werden”, betonte Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Die Kriminaldienstmarke für die Kriminalpolizei ist laut Ressortchef weiterhin gültig und kann ergänzend zum Dienstausweis vorgezeigt werden. Sie gilt aber nicht als Ersatz.

Der “Beschäftigtenausweis” ist für Beamtinnen und Beamte beziehungsweise Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Polizeiverwaltung sowie auch für Polizeianwärter im ersten Ausbildungs- beziehungsweise Studienjahr gedacht. Er ist bei gleichem Design farblich etwas heller gestaltet. Zudem gibt es einen “Ruhestandsausweis” für ehemalige Polizeiangehörige.

Besonders wichtig ist dem Innenminister die Fälschungssicherheit. Dafür gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Sicherheitsmerkmale. Dazu gehören unter anderem ein “Anti-Scan-Muster”, ein spezieller Sicherheitsdruck, ein Kippbild des Beschäftigtenfotos sowie ein integriertes Hologramm. Außerdem verwies Herrmann darauf, dass die Polizeidienst- und Beschäftigtenausweise zukunftsfähig mit RFID-Chips zur automatischen und berührungslosen Identifizierung ausgestattet seien.

Die Herstellung der neuen Ausweise erfolgt auch weiterhin innerhalb der Polizei, und zwar zentral bei der Bayerischen Bereitschaftspolizei in Bamberg und beim Polizeipräsidium Oberpfalz in Regensburg. Damit müssen keine Personaldaten an externe Stellen übermittelt werden. “Die Beantragung, Herstellung und Ausgabe der neuen Ausweise wird insgesamt deutlich vereinfacht, digitalisiert und sicherer gemacht”, so Herrmann. “Mit den Projektmitteln von rund einer Million Euro können wir 100.000 Ausweise herstellen.” Damit können neben der Erstausstattung aller rund 44.000 Beschäftigten auch bereits Neuausstellungen abgedeckt werden. Diese sind etwa erforderlich, wenn sich der Dienstgrad ändert.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here