Deutschland bekommt ein Zukunftszentrum

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Ein Zukunftszentrum soll endlich die Ungleichheiten zwischen Ost und West überwinden. (BS, geralt, pixabay.com)

Die Bundesregierung kommt zu dem Schluss, dass “bei allen Erfolgen der Wiedervereinigung, der Weg zu gleichwertigen Lebensverhältnissen in Deutschland eine Daueraufgabe ist”. Auch 30 Jahre nach der friedlichen Revolution müsse man strukturschwache Regionen und Bürgerdialoge fördern. 

Die Kommission “30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit” empfiehlt in ihrem Bericht ein Zukunftszentrum aufzubauen, das die Aspekte eines Kulturzentrums, eines wissenschaftlichen Instituts sowie eines Begegnungs- und Dialogzentrums in sich vereint. Die Bundesregierung unterstützt diesen Vorschlag und richtet eine Arbeitsgruppe eine “unabhängig und beratend tätige Arbeitsgruppe” ein, die bis zum “30. Juni 2021 ein detailliertes Konzept eines Zukunftszentrums” erarbeiten soll. Die Leitung übernehmen Matthias Platzeck (SPD), früherer brandenburgischer Ministerpräsidenten, und Marco Wanderwitz (CDU), Beauftragter der Bundesregierung für die neuen Bundesländer.

Hiermit kommt die Bundesregierung der Kommissionsempfehlung nach, mit dem Aufbau des Zentrums bereits 2021 zu beginnen. Zudem soll das Zentrum bis 2027 in einer ostdeutschen Stadt verortet werden, sodass “auch in architektonischer Hinsicht die Lebensleistung der Ostdeutschen” gewürdigt werden, heißt es in der Empfehlung.

Als umfassendes Kompetenzzentrum soll das Zukunftszentrum “Fragen zu Transformationsprozessen, ihren Auswirkungen auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Zustimmung zu einer offenen und demokratischen Gesellschaftsordnung” bearbeiten, heißte es weiter in der Stellungnahme der Bundesregierung. Es soll “ein Ort der praxisorientierten Auseinandersetzung mit der Geschichte, vor allem aber der Zukunft von deutschen und europäischen Transformationsregionen sein”.

Unter Leitung des Innenministeriums und mit Vertretern aus dem Bundeskanzleramt, dem Bundesfinanzministerium, dem Bundesbildungsministerium und dem Bundesfamilienministerium, sowie der Kulturbeauftragten soll zusätzlich eine den Prozess unterstützende Lenkungsgruppe entstehen.

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