Millionenschäden durch Sprengungen von Geldautomaten

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Mit 18,2 Millionen Euro war 2018 der höchste Schaden durch Sprengungen von Geldautomaten in den letzten Jahren zu verzeichnen. (Foto: BS/TBIT, pixabay.com)

2019 konnten 349 versuchte und vollendete Sprengungen von Geldautomaten im Bundesgebiet verzeichnet werden. Die Anzahl anderer physischer Angriffe auf Geldautomaten wird für 2019 auf rund 200 geschätzt. Dies teilt die Bundesregierung in ihren Antworten auf Anfragen der Bundestagsfraktionen der FDP und der AfD mit. Das Bundeslagebild zu Angriffen auf Geldautomaten 2020 soll im Verlauf dieses Jahres erscheinen.

2015 hatte die Anzahl der Sprengungen von Geldautomaten noch bei 157 gelegen. Mit 318 waren es im Folgejahr bereits mehr als doppelt so viele. Nachdem die Zahl der Sprengungen 2019 mit 349 im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken ist, rechnet die Bundesregierung für das Jahr 2020 mit einem erneuten Anstieg von 20 Prozent. Ein kausaler Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sei dabei jedoch nicht zu erkennen. In Folge des Anstiegs der Beschädigungen, ist auch eine deutliche Zunahme der Schadenssumme zu verzeichnen. Verursachten die Sprengungen 2015 noch einen Schaden von 6,8 Millionen Euro, waren es 2019 schon 15,2 Millionen Euro. Bei den in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) registrierten besonders schweren Fällen des Diebstahls aus und von Geldautomaten zeichnet sich jedoch ein negativer Trend ab. 2016 mussten noch über 11.000 solcher Fälle verzeichnet werden, 2019 rund 8.500. 2019 konnten dabei 1.570 Tatverdächtige ermittelt werden. Zur Erfassung der Straftäter arbeitet das Bundeskriminalamt (BKA) eng mit anderen nationalen Behörden und Europol zusammen.

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