Sprung im Automatik-Verfahren aus der A400M

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Vor dem realen Test wurde mit Dummies das Öffnungsverhalten des Fallschirms überprüft.(Foto: BS/Bundeswehr/WTD 61)

Die langerwartete Einsatzbereitschaft der A400M für die Fallschirmjäger ist nun Realität. An der Wehrtechnischen Dienststelle für Luftfahrzeuge und Luftfahrtgerät der Bundeswehr (WTD 61) sprangen vergangene Woche erstmals Fallschirmjäger im Automatik-Verfahren aus dem Transportflugzeug.

Die um das Flugzeug wirbelnden Luftströmungen hatten die Abnahme dieser Fähigkeit verzögert, da die Gefahr bestand, dass die Fallschirmjäger sich hinter dem Flugzeug entweder gegenseitig treffen oder gegen die Maschine geschlagen werden. Diese Besonderheit der A400M hatte sich bereits negativ auf diverse Selbstschutzmaßnahmen ausgewirkt und die taktische Einsatzfähigkeit verzögert. Vergangene Woche war es dann allerdings so weit. Die Taktisch-Technische Versuchsgruppe A400M des Lufttransportgeschwaders 62 führte bei der WTD 61 in Manching die Einsatzprüfung des T-10 Fallschirmes für den operationellen Einsatz in der A400M durch.

“Für den Sprung aus den Seitentüren der A400M ist eine genaue Gesamtlänge von Aufziehleinen inklusive Haken und Verpackungssack vorgegeben” erläuterte Sprungausbilder Hauptfeldwebel Patrick Reiser. “Um dieser Vorgabe zu entsprechen, wurden die beim Einsatz des T-10-Fallschirms verwendeten Leinen geändert und zugelassen.” Neu sei auch, dass der Sprung von der sogenannten “Integrated Jump Platform” erfolge, die sich außerhalb des Luftfahrzeugs befinde. “Daran müssen sich die Springer jetzt gewöhnen”, sagte Reiser. Eine weitere Neuerung sei, dass die Absetzkommandos von nun an auf Englisch erfolgen.

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