LinkedIn mit Datenleck

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Social Media-Plattformen sind für Scraping besonders attraktiv, da die Daten oft frei verfügbar sind und nur gesammelt werden müssen. (Foto: Photo Mix, pixabay.com)

In einem beliebten Hacker-Forum ist ein Archiv mit 500 Millionen Datensätzen der Business-Plattform LinkedIn zum Kauf angeboten worden. Darin enthalten sind Informationen über Namen, Geschlecht, Telefonnummer, Links zu anderen Social Media Profilen und Informationen über die derzeitige oder frühere Jobaktivität.

Bisher konnte nicht geklärt werden, wie die Hacker an die Daten gelangt sind. Es könnte sich auch um ältere Daten handeln, welche bei früheren Data Breaches erbeutet wurden. Die exponierten Informationen können für gezieltes Phishing oder Spammen von E-Mail-Postfächern und Telefonnummern genutzt werden.

LinkedIn hat in einem Statement jedoch bekanntgegeben, dass es sich nicht um einen Hacking-Angriff handele: “Die Untersuchung des Vorfalls ist noch nicht abgeschlossen, allerdings scheint der veröffentlichte Datensatz öffentlich einsehbare Informationen zu enthalten, die von LinkedIn abgegriffen und mit Daten von anderen Websites oder Unternehmen kombiniert wurden.” Das massenhafte Sammeln von Daten mithilfe von Prüfskripten nennt sich Scraping und verletze die Nutzungsbedingungen der Plattform, so ein Sprecher des Unternehmens.

LinkedIn war schon diese Woche in die Schlagzeilen geraten, weil das Unternehmen alle Angestellten in einen einwöchigen Sonderurlaub geschickt hat, um gegen die steigende Burnout-Gefahr anzukämpfen. Nur eine geringe Anzahl an Mitarbeitern hält aktuell den Minimalbetrieb aufrecht und wird die Auszeit später nachholen.

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