Erstes südkoreanisches Kampfflugzeug

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(Foto: Vitamin, pixabay.com)

Vergangene Woche fand der Roll-Out der KF-21 Boramae statt, dem ersten indigenen Kampfflugzeug Südkoreas. Nur wenige Jahre hat die Entwicklung gedauert, insgesamt sollen 160 Flugzeuge bis 2032 gebaut und geliefert werden.

Allerdings ist die Entwicklung eher amerikanisch als Südkoreanisch. In 2014 setzte sich das C103-Design von Lockheed Martin, das an die F-35 angelehnt ist, gegen die Konkurrenz durch. Lockheed Martin stimmte darauf hin zu, insgesamt 24 F-35A-Technologien als Teil eines Kaufvertrags zu übertragen. Die U.S. Regierung blockierte jedoch den Transfer von vier als strategisch bezeichneten Technologien: das AESA-Radar, das Infrarot-Such- und Verfolgungssystem (IRST), elektro-optische Zielverfolgungsgeräte und Funkstörtechnologie. Diese vier Elemente musste Südkorea also selbst entwickeln, der Rest stammt von Lockheed Martin.

Die Performance des südkoreanischen Systems soll allerdings deutlich unter der von den amerikanischen Fliegern liegen. Es heißt, es wurde nur das Know-how der Vorgängerversionen, nicht der aktuell eingesetzten Technologien übermittelt. Dadurch wäre KF-21 Boramae allerdings sowohl in der Beschaffung als auch in der Wartung deutlich günstiger, was sich wiederum positiv auf den Export auswirken könnte.

Neben Südkorea könnte als nächstes Land auch Indonesien Nutzer werden. Indonesien war an der Entwicklung beteiligt, jedoch mit den Zahlungen im Rückstand.

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