Unfälle werden künftig digital erfasst

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In Nordrhein-Westfalen wird die Unfallmitteilung für den Bürger digital. (Foto: BS/IM NRW, Jochen Tack)

In Nordrhein-Westfalen erfasst die Polizei Verkehrsunfälle in Zukunft digital per App. Zunächst findet dazu in den Polizeibehörden Dortmund, Recklinghausen, Borken und Wesel ein Pilotprojekt statt. Voraussichtlich ab dem Sommer wird das Vorgehen dann landesweit erfolgen.

Die Applikation “mVIVA Erfasung” verarbeitet die Unfalldaten sofort und unmittelbar vor Ort. Weiterführende Daten-Abfragen wie etwa des Personalausweises oder des Kennzeichens können per Scan erledigt werden. Auch die Unfallmitteilung für den Bürger wird digital. Auf einem Flyer erhalten Unfallbeteiligte einen Link und einen QR-Code zum Bürgerportal der nordrhein-westfälischen Polizei, auf dem die Unfallmitteilung dann als PDF-Dokument abrufbar ist. So kann die Unfallmitteilung direkt an die Versicherung der Beteiligten weitergeleitet werden. Wer den analogen Papierweg bevorzugt, kann sich die Unfallmitteilung auf der nächsten Wache ausdrucken lassen oder den Flyer direkt an die Versicherung weitergeben.

Dieser Weg bringt für die Polizeibeamtinnen und -beamten eine erhebliche Arbeitserleichterung und Zeitersparnis mit sich. Denn bislang erfolgte die Unfallmitteilung auf Papier. Bei schwereren Unfällen mussten die Daten dann auf der jeweiligen Dienststelle nochmals händisch in den Computer übertragen werden. Und das bei 650.000 Verkehrsunfällen pro Jahr in Nordrhein-Westfalen.

Innenminister Herbert Reul (CDU) erklärte dazu: “Ein Unfall passiert innerhalb von Sekunden, das Danach dauerte bisher sehr lange. Mit der neuen App nehmen wir Unfälle zügiger auf und bauen Bürokratie ab. So verkürzen wir die zeitintensive Aufnahme und Abwicklung eines Unfalls – eine enorme Zeitersparnis für Polizei und Bürger.”

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