Heimatschutz in der Bundeswehr

0
499
(Grafik: BS/Bundeswehr)

“Heute, am 6. April 2021, treten die ersten Rekrutinnen und Rekruten des Freiwilligen Wehrdienstes im Heimatschutz (FWD) ihren Dienst in unseren Grundausbildungseinheiten der Streitkräftebasis und der Luftwaffe an”, schrieb General Eberhard Zorn im Tagesbefehl des Generalinspekteurs. “Mit der Aufstellung von fünf Heimatschutzregimentern werden wir den Heimatschutz bis 2025 auch strukturell weiter stärken. Die Heimatschutzregimenter werden als Verbund den Kern der Territorialen Reserve darstellen und die Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskompanien führen.”

Unter dem Motto “Dein Jahr für Deutschland” startete das Pilotprojekt des Freiwilligen Wehrdienstes im Heimatschutz. Beim FWD erhalten die Rekruten zunächst eine sieben Monate dauernde soldatische Grundausbildung. Diese ergibt sich aus einer dreimonatigen Grund- und einer darauf aufbauenden viermonatigen Spezialausbildung, also beispielsweise für Sicherungs-und Objektschutzaufgaben sowie Ausbildung und Einsatz mit den Handwaffen Pistole, Maschinengewehr, Panzerfaust sowie Erlernen von Verhaltensweisen gegenüber unkonventionellen Sprengfallen.

Im Anschluss folgen regelmäßige Reserveübungen und -einsätze über einen Zeitraum von sechs Jahren, die sich in diesem Zeitraum auf insgesamt fünf Monate addieren.

Der Soldat leistet also erstmal sieben Monate am Stück Dienst für Deutschland und danach weitere fünf Monate in kürzere Übungen verteilt über sechs Jahre. Wobei diese Reservedienstleistungen bzw. der dahinterstehende Begriff des Heimatschutzes noch ein wenig ungenau definiert sind. Klar ist, die Reserveübungen sollen heimatnah geleistet werden können.

Der Generalinspekteur schrieb in seinem Tagesbefehl: “Gerade mit Blick auf die hybriden Szenarien der Landes- und Bündnisverteidigung brauchen wir zum Schutz verteidigungswichtiger Infrastruktur starke Heimatschutzkräfte. Aber auch im Rahmen der Amtshilfe, bei Naturkatastrophen, bei besonders schweren Unglücksfällen oder wie derzeit im Rahmen der Pandemie setzen wir künftig auf starke und handlungsfähige Heimatschutzverbände.”

Die Informationsseite der Bundeswehr ergänzt: “Die dafür erforderliche Grundausbildung umfasst neben der militärischen Ausbildung an Handwaffen u. a. auch eine Sanitätsausbildung. Es folgt eine Spezialisierung für die Aufgaben, die der Bundeswehr in Deutschland übertragen werden können. Dazu gehört u. a. bei Naturkatstrophen oder Großschadenslagen, Pandemien und anderen Ereignissen, die der Anstrengung unseres gesamten Landes mit allen Behörden, staatlichen Institutionen und der Bevölkerung bedürfen, mitzuwirken.”

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here