Überproportionale Investitionen für Schnellladegesetz

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Ladestationen für Elektrofahrzeuge lohnen sich wirtschaftlich nicht. Noch nicht. (Foto: BS,distelAPPArath, pixabay.com)

Um bis 2030 im Verkehrssektor eine Treibhausgasreduktion um 42 Prozent gegenüber 1990 zu erreichen, ist die Elektrifizierung des Straßenverkehrs entscheidend. Das Gesetz “über die Bereitstellung flächendeckender Schnellladeinfrastruktur für reine Batterieelektrofahrzeuge” (Schnellladegesetz) nimmt sich der Umsetzung an und sieht überproportionale Investitionen vor.

Auf rund 2 Milliarden Euro belaufen sich die voraussichtlichen Kosten für den Aufbau von öffentlich zugänglicher Infrastruktur für das schnelle Laden von reinen Elektrofahrzeugen. And dieser will sich der Bund anteilig beteiligen – langfristig müsse der Aufbau von Ladeinfrastruktur jedoch eine Aufgabe der Wirtschaft sein muss, heißt es im Gesetzentwurf. Die Planung und Koordinierung der Schnellladeinfrastruktur fielen in den Verantwortungsbereich des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Die Umsetzung will man hingegen per Ausschreibung sicherstellen.

In ihrem Gesetzentwurf erläutert die Bundesregierung, dass der Kauf eines Elektrofahrzeugs oft vom Vorhandensein der Ladeinfrastruktur abhänge. Um diese weiter voranzubringen und Anreize zu schaffen, seien überproportionale Investitionen nötig, da die Nachfrage noch nicht gewinnbringend sei. “Es ist davon auszugehen, dass lediglich einzelne Standorte, insbesondere an Bundesautobahnen in absehbarer Zeit wirtschaftlich betrieben werden können”, heißt es in der Präambel. Eine erhebliche Zahl der ländlichen Standorte werde wohl auch langfristig unwirtschaftlich bleiben. Im Sinner einer flächendeckenden Daseinsvorsorge und für die Zukunftsfähigkeit der Batterieelektrofahrzeuge sind sie jedoch ausschlaggebend.

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