Evaluation der Doppik in Hamburg

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2003 hat die Hansestadt in einem mehrstufigen Prozess die Doppik in der Verwaltung eingeführt und nun eine umfassende Evaluation vorgelegt. (Foto: Bernhard Stärck, pixabay.com)

Hamburg hat die Evaluation seines doppischen Haushaltswesen abgeschlossen und einen Erfahrungsbericht vorgelegt. 2003 hat die Hansestadt in einem mehrstufigen Prozess die Doppik in der Verwaltung eingeführt.

Laut Evaluation hat Hamburg einen hohen Entwicklungsstand bei der Doppik erreicht. Das Hamburger Haushaltswesen erfülle alle relevanten internationalen Kriterien für ein modernes Haushaltswesen und erreicht auch die selbst gesteckten Ziele. Besonders positiv werden die Haushaltstransparenz, die Darstellung des Vermögens und das eingeführte Controlling sowie die Sicherstellung der Generationengerechtigkeit im Haushaltswesen bewertet. Im OECD-Vergleich zähle Hamburg damit zu den fortschrittlichen Gebietskörperschaften, die sowohl eine doppische Haushaltsrechnung als auch Haushaltsplanung aufweisen und diese mit einer Darstellung von Leistungszielen verknüpfen.

Die Evaluation wurde von der Hamburger Finanzbehörde in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Andreas Lasar von der Hochschule Osnabrück und der PD, dem Inhouse-Beratungsunternehmen der öffentlichen Hand, sowie unter Beteiligung der Behörden und Ämter der Freien und Hansestadt durchgeführt.

“Die Strategische Neuausrichtung des Hamburger Haushaltswesens hat dazu geführt, dass Hamburg ein effektives und effizientes Planungs- und Steuerungssystem für Politik und Verwaltung etabliert hat. Gleichwohl gilt es, die Haushaltssteuerung kontinuierlich weiterzuentwickeln. Wir wollen die Doppik weiter denken und mehr Budgetierung wagen. Die im Erfahrungsbericht aufgezeigten Ansätze zur Weiterentwicklung des Haushaltswesens der Freien und Hansestadt Hamburg geben dafür wichtige und richtige Impulse, die wir in der gemeinsamen Evaluation von Bürgerschaft und Senat erörtern werden. Gerade auch in finanziell herausfordernden Zeiten brauchen wir moderne Steuerungsinstrumente – hier kann Hamburg für andere Länder weiter Vorbild sein”, so Hamburgs Finanzsenator Dr. Andreas Dressel.

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