Girls-Day für Kommunalpolitik

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In der kommunalpolitischen Repräsentation junger Frauen gibt es noch Nachholbedarf. (Foto: BS, geralt, pixabay.com)

“Frauen sind systemrelevant, aber dieses System funktioniert nicht”, erklärt Milanie Kreutz, wiedergewählte Vorsitzende der DBB Bundesfrauenvertretung. Beruflichen Gleichstellung ist und bleibt aktuelles Thema im öffentlichen Diskurs – auch für die Kommunalpolitik.

Unter dem Motto “Zurück in die Zukunft – Frauenpolitik gestern, heute, morgen” fand der diesjährige Bundesfrauenkongress des DBB statt. Die Bestandsaufnahme ist ernüchternd. Dr. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, erklärt: “In den letzten Jahren ist der Frauenanteil in der Kommunalpolitik sogar zurück gegangen.” Und Kreutz führt aus: “Ein Blick in die Führungsetagen von Unternehmen und Behörden spricht Bände. Auch im Bundestag sitzen heute so wenige weibliche Abgeordnete wie zuletzt 1998.”

Ein wichtiger Schritt für Parität im kommunalen Kontext wäre laut Kreutz, Frauen nicht nur in soziale Themen, sondern auch in Bauen, Finanzen und IT einzubinden. Es sei wichtig, dass junge Frauen Vorbilder in allen gesellschaftlichen Bereichen hätten, an denen sie sich orientieren können. Hier setzt auch ein Vorschlag Landsbergs an: “Ein Girls-Day für Kommunalpolitik. Wir brauchen mehr Vertreterinnen der jungen weiblichen Bevölkerung.”

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