Umstellung der Bundeswehr-Impfung

0
763
Bereits Ende Februar wurden unter anderem 130 Soldaten des 4. Kontingentes für das NATO Air Policing Baltikum mit AstraZeneca geimpft. (Foto: BS/Deutsche Luftwaffe)

Die Bundeswehr hatte jüngst von der Ablehnung des Impfstoffes AstraZeneca durch die Menschen der Priorisierungsgruppe 1 in der deutschen Bevölkerung profitiert, da hierdurch nicht genutzter Impfstoff für die Soldaten verwendet werden konnte. Dies ist nun allerdings vorbei, da sich auch der Sanitätsdienst der Bundeswehr nach den Vorgaben der Ständigen Impfkommission zu richten hat – und die beschloss, AstraZeneca nur noch an Personen über 60 zu verimpfen. Dies läuft der Impfpraxis in der Bundeswehr zuwider, da bisher Angehörige des Sanitätsdienstes sowie die für Auslandseinsätze und Übungen vorgesehenen Soldaten priorisiert geimpft wurden. Jener Personenkreis ist allerdings überwiegend deutlich unter 60 Jahre alt.

Die Bundeswehr muss sich entsprechend umstellen. Alle Soldaten unter 60, die bereits eine Erst-Impfung mit AstraZeneca erhalten haben, sollen nach 12 Wochen eine Impfung mit einem anderen mRNA-Impfstoff erhalten.

“Angehörige von Einsatzkontingenten, die vor Ende April 2021 in den Einsatz verlegen und bis dahin nur eine AstraZeneca-Impfung erhalten haben, verlegen mit dem dann bestehenden Impfstatus”, erläutert die Bundeswehr. “Auch eine erfolgte Erstimpfung bietet vor der Zweitimpfung bereits einen Grundschutz gegen einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf. Soldatinnen und Soldaten, die zeitnah in den Einsatz verlegen, sollen vor Verlegung in Deutschland mindestens einmalig geimpft werden. Die Grundimmunisierung kann aber auch im Einsatz abgeschlossen werden. Im weiteren Verlauf ist die Grundimmunisierung für später verlegendes Personal regulär bereits in Deutschland abzuschließen. Hierzu setzt die Bundeswehr auf COVID-19-Vaccine von Moderna. Von dem mRNA-Impfstoff sollen in den kommenden Wochen größere Mengen sowohl in Deutschland als auch in den Einsatzgebieten verfügbar sein.”

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here