Bund und Deutsche Bahn investieren in Brücken

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Der Rost wird von den Eisenbahnbrücken geschrubbt und die Zustandskategorie angehoben. Bis 2029 sollen rund neun Milliarden Euro in Voll- und Teilerneuerung fließen. (Foto: KristopherK, pixabay.com)

Bund und Deutsche Bahn haben sich auf eine dritte Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV III) geeinigt, die eine “vollständige beziehungsweise teilweise Erneuerung von insgesamt 2.000 Brücken vorsieht”, so die Bundesregierung. Bis 2029 sollen rund neun Milliarden Euro in die Sanierungen fließen.

Derzeit gibt es rund 25.000 Eisenbahnbrücken in Deutschland, hiervon sind rund 11.000 älter als 100 Jahre. Insgesamt befänden sich vier Prozent aller Brücken in einem ungenügenden Zustand und wurden mit der Zustandskategorie vier bewertet, hieß es seitens der Bundesregierung. “Nach Auskunft der DB AG wird der theoretische Wiederbeschaffungswert für die Sanierung aller derzeit sanierungsbedürftigen Eisenbahnbrücken in Deutschland, d. h. Eisenbahnbrücken der Zustandskategorie 4, auf rund 7,3 Milliarden Euro geschätzt.”

Dank Planungsbeschleunigungsgesetz können Laufzeiten einzelner Projekte in Zukunft um ein Jahr und mehr verkürzt werden. Allerdings sind bereits beschlossenen Projekte von dieser Beschleunigung ausgenommen.  Es werde laut Bundesregierung “für ca. 45 Prozent der in der LuFV III vereinbarten investiven Bestandteile der Voll- und Teilerneuerung von mindestens 1.200 Eisenbahnbrücken im Terminplan ein Planfeststellungsverfahren angenommen.” Der LuFV-Vertrag beinhaltet zudem die Instandhaltung von 300 weiten Eisenbahnbrücken und Bauwerksteilen sowie eine Verbesserung der Zustandskategorie um mindestens eine Zustandsnote bei 500 Eisenbahnbrücken.

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