Großes Technologieprogramm für eu-LISA und Frontex

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Infrastrukturplattformen spielen auch für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) eine immer wichtigere Rolle bei ihrer alltäglichen Arbeit. (Foto: Dirk Wouters, pixabay.com)

Die EU-Agenturen eu-LISA und Frontex erweitern ihre Partnerschaft mit der Privatwirtschaft. Dies betrifft insbesondere die Bereiche Cyber-Sicherheit und Sicherheitslösungen. Konkret geht es bei eu-LISA, die für IT-Großsysteme im Bereich Freiheit, Sicherheit und Recht verantwortlich ist, um die Entwicklung sowie den Betrieb einer Infrastrukturplattform.

Ausgewählt wurde dafür das Unternehmen Sopra Steria. Es fungiert hier als Cyber Security-Partner des ecos-Konsortiums. Dieses hat in einem offenen Ausschreibungsverfahren den Zuschlag für die Bereitstellung einer IT-Infrastruktur zur Unterstützung der geschäftskritischen Anwendungen beider Agenturen erhalten. Der Auftrag für das Konsortium hat ein Gesamtbudget von 442 Millionen Euro bei einer maximalen Laufzeit von sechs Jahren. Er umfasst die Bereitstellung von Hard- und Software sowie das Design, den Einsatz, das Testen und den Support der IT-Infrastruktur für eu-LISA und Frontex, der Europäischen Agentur für Grenz- und Küstenwache. Sopra Steria wird insbesondere für Cyber-Sicherheits-Dienste verantwortlich sein und die Agenturen dabei unterstützen, die Sicherheit ihrer IT-Systeme kontinuierlich zu verbessern und neue Bedrohungen aus dem digitalen Raum zu bekämpfen.

eu-LISA verwaltet zahlreiche Dateien

eu-LISA hat ihren Sitz in Tallin und verwaltet derzeit Eurodac, das Schengener Informationssystem und das Visa-Informationssystem (VIS). Darüber hinaus entwickelt eu-LISA das Einreise-/Ausreisesystem (EES), das Europäische Reiseinformations-Genehmigungssystem (ETIAS) und das Europäische Strafregisterinformationssystem – Drittstaatsangehörige (ECRIS-TCN).

Frontex wiederum fördert, koordiniert und entwickelt das europäische Grenzmanagement in Übereinstimmung mit der EU-Grundrechtecharta und dem Konzept des integrierten Grenzmanagements. Um Migrationsmuster sowie Trends bei grenzüberschreitenden kriminellen Aktivitäten zu erkennen, analysiert die Agentur Daten über die Situation an den EU-Außengrenzen und darüber hinaus. Sie überwacht die Situation an den Grenzen und unterstützt die nationalen Grenzbehörden beim Informationsaustausch mit den Mitgliedsstaaten. Die Agentur führt auch Gefährdungsbeurteilungen durch.

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