Meteor kann nun genutzt werden

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Dank neuer Software kann die Bundeswehr nun auch die seit 2016 beschafften Marschflugkörper Meteor nutzen. (Foto: BS/Deutsche Luftwaffe)

Am 16. April twitterte die Luftwaffe: “Ein neuer Meilenstein bei unserer #Eurofighter-Flotte! Der neue Softwarestamm P2Eb erlaubt uns METEOR zu nutzen. Das Update wurde erstmalig beim #TLG74 integriert. Mit der Umrüstung wird der EF auch durch neue Radarsoftware noch leistungsfähiger.”

Beim Meteor handelt es sich um einen Luft-Luft-Marschflugkörper, der eine Reichweite über 200 km besitzt. Bei der Bundeswehr soll er die Bewaffnung mittlere Reichweite des Eurofighters abdecken, während die bereits integrierte IRIS-T die Bewaffnung kurzer Reichweite ist. Meteor wiegt bei einer Länge von 3,7 Metern etwa 190 kg. Der Marschflugkörper wurde von einer Gruppe europäischer Partner unter der Leitung von MBDA entwickelt, um die Anforderungen von sechs europäischen Nationen zu erfüllen: Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Schweden und Spanien. Diese sechs Länder wollen ihre jeweiligen Flugzeuge mit Meteor ausrüsten, weshalb er in den Eurofighter, die Rafale und Gripen integriert wurde. Vorgesehen ist zudem eine Nutzung im F-35 Lightning II Joint Strike Fighter und er ist als Bewaffnung des neuen südkoreanischen Kampfflugzeuges im Gespräch.

Großbritannien integrierte Meteor bereits 2018 in seine Eurofighter. Deutschland kann mit der neuen Software nun nachziehen. Bis auf die Tranche 1, deren Soft- und Hardware zu veraltet ist, um kompatibel zu sein, lassen sich alle deutschen Eurofighter mit dem Marschflugkörper ausrüsten. Als Erstnutzer nannte die Luftwaffe das Taktisches Luftwaffengeschwader 74 (TLG74). Die ersten Meteor wurden bereits 2016 an die Bundeswehr geliefert. Es stellt sich die Frage, was in den vergangenen fünf Jahren mit den Marschflugkörpern gemacht wurde, wenn sie erst ab jetzt nutzbar sind.

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