Bremen stellt KI-Strategie vor

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Strategie statt Blick in die Glaskugel: Mit “BREMEN.KI” will die Freie Hansestadt den Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft intensivieren und so zur Attraktivität der Region Bremen beitragen. (Foto: Meli1670, pixabay.com)

Die Freie Hansestadt Bremen hat ihre KI-Strategie “BREMEN.KI – Strategie für Künstliche Intelligenz” offiziell vorgestellt. Nach einem über einjährigen Erarbeitungsprozess, an dem mehr als 70 Beteiligte aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden und Kammern sowie Gewerkschaften und Beschäftigten der Bremer Verwaltung mitgearbeitet haben, wurde Ende 2020 die offizielle KI-Strategie für das Land beschlossen.

Künstliche Intelligenz (KI) sei ein wichtiger Motor der Wirtschaft im 21. Jahrhundert. Der Ausbau Bremens als KI-Standort steigere dessen Attraktivität für Unternehmen, schaffe und sichere Arbeitsplätze und stärke im Zuge dessen die ganze Region, sagte Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa, im Rahmen der Vorstellung. Das Ziel der KI-Strategie sei darum, das “Know-how aus der bremischen Forschungslandschaft und den Unternehmen noch stärker zusammenzubringen”. Dafür fördere allein das Wirtschaftsressort dessen Umsetzung bis Mitte des Jahres 2022 mit rund 900.000 Euro. Wie die Senatorin für Wissenschaft und Häfen, Dr. Claudia Schilling, erklärt, sind darüber hinaus noch weitere Finanzierungswege vorgesehen. “Für den Ausbau von KI-Forschung in Bremen stellen wir über den Bremen Fonds mehr als drei Millionen Euro bereit. Wir schaffen damit die zentrale Grundlage dafür, KI-Forschung in unserem Bundesland auch durch Drittmittel von Bund und EU in den nächsten Jahren konsequent weiterzuentwickeln.”

Als Partner des KI-Transfer-Zentrums haben an der Präsentation von “BREMEN.KI” auch Christoph Ranze, Geschäftsführer der encoway GmbH, und Professor Michael Beetz, Direktor des Instituts für Künstliche Intelligenz (IAI) an der Universität Bremen, teilgenommen. Als Kernelement der KI-Strategie hat das KI-Zentrum seine Arbeit bereits Anfang 2021 im Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik (TZI) an der Universität Bremen aufgenommen. Im Rahmen des Projektes sollen in den nächsten eineinhalb Jahren eine virtuelle Plattform sowie eine real existierende Anlaufstelle entstehen. Während die virtuelle Plattform alle Forschungsaktivitäten und Angebote wie Veranstaltungen, Weiterbildungen und Fördermaßnahmen bündelt, sollen in den Standorten des KI-Transfer-Zentrums in Bremen und Bremerhaven Showrooms eingerichtet werden, in denen Veranstaltungen für eine möglichst breite Öffentlichkeit stattfinden sollen.

Kernziel ist der rege Transfer von KI-Technologien zwischen Wissenschaft und Wirtschaft: “Mit dem Digital Hub Industry und dem KI-Transfer-Zentrum haben wir eine wichtige Brücke zwischen Forschung und Praxis schlagen können”, sagte Christoph Ranze, Geschäftsführer encoway GmbH und Treiber des geplanten Hubs. “Forschung und wirtschaftliche Innovationen liegen nirgendwo so nah beieinander wie im Bereich Künstliche Intelligenz und Robotik, der in Bremen sehr stark vertreten ist”, ergänzt Professor Micheal Beetz der Universität Bremen. Ein Beispiel sei die Kooperation von Bremer Unternehmen und Forschungsinstituten im Projekt “Knowledge4Retail”, das den Einzelhandel unterstützen soll. Der Erfolg des Projektes im bundesweiten KI-Innovationswettbewerb zeige dabei, wie die Forschung in die Unternehmen gebracht werden könne. Mit dem KI-Zentrum stelle man diesen Transfer auf ein noch breiteres Fundament, so der Experte.

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